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Wichern-Info Nr. 7

Rundbrief für die Gemeinschaft der Wichern-Schule des Rauhen Hauses

September 1998


Inhaltsverzeichnis

Grußwort des Schulleiters

Bitte beachten

Aspekte der Lernausgangslage und der Lernentwicklung – Klassenstufe 7 ~ MitarbeiterInnen für die Cafeteria gesucht ~ Herr Ungerer sendet Grüsse aus Afrika ~ 150 Jahre Innere Mission und Diakonie

Das Kursangebot der Abteilungen

Realschule Klasse 8 – 10, Wahlpflichtkurse ~ Gymnasium Kl. 9 und 10, Wahlpflichtbereich III ~ Gymnasium Kl. 11, Wahlpflicht- und Wahlkurse ~ Gymnasium, Oberstufe

Herzlichen Glückwunsch zum Hauptschulabschluss, zur Mittleren Reife und zum Abitur!

Abschied von der Wichern-Schule 1: Entlassung H9 und R10 ~ Abschied von der Wichern-Schule 2: Entlassung der Abiturienten

Klassenreisen und Projekte

Tagesunternehmungen

Impressionen und Berichte

Klassenreisen zum Brahmsee ~ Das Völkerballspiel in der Grundschule ~ Der Tierpark ~ Aktionstag am 28. Mai auf der Moorweide ~ AbiturientInnen und 7. Klasse gemeinsam in England ~ Die 4a in Puan Klent ~ Museums-Besuch der 3a in Altona ~ Die Klassenreise der 7R1 ~ Badminton-Turnier in Jena ~ Probenwoche in Uelzen

Veranstaltungen

Ende der Grundschulzeit ~ Reunion-Party in der Wichern-Schule ~ Pensionärstreffen – oder eine Zusammenkunft mit jugendlichen Senioren? ~ Podiumsdiskussion im IfL ~ Auf Wiedersehen Frau Lente, Frau Thevs, Herr Miram, Herr Mühlhausen, Herr Redmann und vielen Dank!

Schülerwettbewerbe und Projekte

Schreibwettbewerb "Mikado" ~ Schreibwettbewerb zu Heinrich Heines 200. Geburtstag ~ Kreative Gedanken zum Schulabschluss und über das Leben ~ Friedrich Naumann am Rauhen Haus ~ Schulinterner Wettbewerb "Sauberkeit und Ordnung" ~ Kreativ-Projekttage des LK Deutsch ~ Berufserkundungswoche ~ Cherchons la France à Hambourg ~ Das Zeitalter der Reformation – Der Bauernkrieg ~ Färbebücher – Chemieprojekt S2 von exquisiter Farbigkeit ~ English in the third form

Musik, Theater, Kunst

12. Mai: Kammerkonzert ~ 25. Mai: Plakatwettbewerb "Alle(s) im Blick" ~ 15. – 18. Juni: Das hässliche Schweigen und der schöne Schein: Yvonne von Burgund ~ 17. Juni: "Erste Schritte" ~ 22. Juni: "Tod" von Woody Allen ~ 22. Juni: "Teenies": (selbstgeschriebene) Szenen einer Jugend 98 ~ 29. Juni: Musikalischer Elternabend der 7G1 ~ 6. Juli: Abschlusskonzert der 8G1

Sport

Landesfinale Badminton WK III erneut gewonnen ~ Hamburger Einzel-Meister im Badminton  ~ 6G3 gewinnt Stufenturnier im Badminton ~ Erfolgreiche Volleyballerinnen ~ Kreismeisterschaften im Volleyball ~ Kreismeisterschaften im Fussball ~ Handballer in Berlin ~ Felix Niemeyer ist Vize-Weltmeister ~ Bundesjugendspiele fielen aus ~ Licht und Schatten bei den Schachspielern ~ Neues Angebot für die Talentförderung im Badminton

Evangelisches Curriculum

Gottesdienst des 2. Semesters: Sehnsucht nach den Fleischtöpfen ~ Oberstufenforum: Religion gehört zum Leben?! – Einmal kräftig durchglauben ~ Planung des Buss- und Bettages

Das war auffallend und bemerkenswert

Aus der Arbeit des Elternrates

Impressum


Grußwort des Schulleiters

Liebe Eltern,
liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe Kolleginnen und Kollegen!

Einen markanten Einschnitt im Leben einer Schule bewirken nicht nur strukturelle Maßnahmen, sondern vor allem auch personelle Veränderungen. Zum Ende des letzten Schuljahres sind mit Frau Lente, Frau Thevs, Herrn Miram, Herrn Mühlhausen und Herrn Redmann Lehrerinnen und Lehrer in Pension gegangen, die die Geschichte und den Charakter der Wichern-Schule so geprägt haben, daß deren Selbstverständnis und lebendige Tradition ohne sie kaum zu fassen sind. Die ganze Schulgemeinschaft hat sich für ihr langes, bis zuletzt so engagiertes, von Wärme, Tatkraft, profilierten und Gott sei Dank auch kantigen Eigenschaften und Einstellungen bestimmtes Wirken in einer Versammlung in der Mehrzweckhalle bedankt. In einer von den Pensionärinnen und Pensionären selbst gestalteten Andacht und mit einer Feier im Lehrerzimmer haben sich Kollegium, Freunde und Ehemalige herzlich verabschiedet. Das geschah mit heiteren und wehmütigen Erinnerungen, vor allem aber mit dem Wunsch, daß unsere nun Ehemaligen mit Lust, Neugier und Muße an das gehen können, was sie außer der Schule eigentlich schon immer tun wollten. Dazu wünschen wir ihnen alles Gute, besonders Gesundheit, und Gottes Segen.

Neue Kolleginnen und Kollegen konnten eingestellt werden. Schon im April kamen Frau Rein mit Musik und Französisch ins Gymnasium und Herr Hehnke u. a. mit Sport in die GHR-Abteilung, zum 1. August folgten im Gymnasium Frau Gülzow mit Erdkunde und Biologie, Frau Varain mit Englisch und Biologie und Herr Isenbart mit Latein und Biologie. In der GHR-Abteilung ist Frau Tesch nach zweijähriger Pause wieder herzlich willkommen, im Gymnasium Herr Lenz nach einjähriger Pause. Froh sind wir auch, daß Frau Lehmbecker und Frau Schnabel, die ein Vierteljahr aussetzen mußten, wieder da sind. Endlich konnten wir auch Referendarinnen und Referendare einstellen, die zum Teil bedarfsdeckend unterrichten: Frau Harms mit Deutsch und Kunst, Frau Schröpfer mit Deutsch und Französisch, Frau Marasas mit Mathematik und Physik in der GHR-Abteilung sowie Frau Kupke mit Russisch und Deutsch im Gymnasium. Ganz besonders freuen wir uns darüber, daß Frau Thevs sich bereit erklärt hat, weiterhin 4 Stunden Religion zu unterrichten. Herzlichen Dank! Allen "Neuen" wünschen wir in der Wichern-Schule einen guten Start und daß sie sich bei uns bald zuhause fühlen.

Die von Sparmaßnahmen geprägte Bildungspolitik in Hamburg wird auch für die Wichern-Schule Auswirkungen haben. Es finden außerdem Verhandlungen des Rauhen Hauses mit der Nordelbischen Kirche statt, die nicht umhin kann, ihre Zuwendungen für die Wichern-Schule zu kürzen. Darüber hinaus steht den Privatschulen in Hamburg eine Neufassung des Privatschulgesetzes ins Haus, die bei einer Prüfung der Kosten- und Ertragslage der Privatschulen wahrscheinlich zu veränderten Schülerkostensätzen führen wird. Wir haben uns auf diese Veränderungen frühzeitig einzustellen. So ist es zu verstehen, daß wir im Gymnasium zum zweiten Mal vier 5. Klassen mit 102 SchülerInnen eingerichtet haben. Damit hat sich die Gesamtzahl unserer Schülerschaft noch einmal beträchtlich erhöht auf 1363 SchülerInnen. Das bedeutet eine Steigerung der Einnahmen und bei gleichbleibendem Stellenplan eine Senkung der Kosten pro SchülerIn. Wir werden für 1999 einen ausgeglichenen Haushalt haben und sind für kommende Strukturanpassungen gerüstet. Eine Dauermaßnahme kann die Vierzügigkeit aber nicht sein. Wir haben jetzt alle Raumreserven ausgereizt und mußten das Kursangebot in der Mittel- und Oberstufe im Sinne einer Konzentration einschränken. Auf Dauer werden wohl nur gemeinsame Maßnahmen beider Abteilungen in den Beobachtungsstufen und im Wahlkursbereich Sicherheit und Erfolg versprechen.

Eine Befürchtung möchte ich ausräumen. Die nun vierzügigen Jahrgangsstufen im Gymnasium werden nicht "gewaltsam" zu drei Klassen zusammengelegt, sondern nur dann und erst dann, wenn sich dies von der Entwicklung der Schülerzahl anbietet. Ein "Sieben" mit ungebührlichem Leistungsdruck und das Zusammenlegen zu Mammutklassen werden nicht stattfinden. Allerdings haben sich die Übergangsbestimmung von der jetzigen Klasse 6 in die Klasse 7 in Hamburg verschärft (die Leistungen in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und Englisch müssen im Durchschnitt mindestens glatt ausreichend sein!). Auch diesen erhöhten Leistungsanforderungen haben wir mit der Einrichtung von 4 Klassen mit leichter Unterfrequenz (25 bis 26 Schülerinnen) Rechnung tragen wollen.

Die Sanierungsarbeiten im Flügel 5 haben in den Sommerferien ihren Abschluß gefunden. Die Kellerräume sind alle wieder zu nutzen und zwischen Mehrzweckhalle und Flügel 5 kann man frei hindurchgehen (damit ist auch die Raucherecke wieder zugänglich!). Räume, Flure, Türen und Heizkörper sind gestrichen, in der Physik und im Textilraum ist neues Gestühl. Die Malerarbeiten werden fortgesetzt in der Gymnastikhalle, im Vorraum der Turnhalle und in den Umkleideräumen, im Aufgang zur Kunst, im Treppenhaus und in den Zimmern des Verwaltungstraktes.

Die Renovierungsarbeiten dienen gleichzeitig der Instandhaltung und Verschönerung unserer Gebäude und Räume. Sinn machen sie nur, wenn alle bestrebt sind, den neuen Zustand zu erhalten und ihn weiter auszugestalten. Der im letzten Halbjahr eingerichtete Arbeitskreis "Schulgestaltung", in dem auch SchülerInnen und Eltern mitarbeiten können, möchte dafür das Bewußtsein schärfen, zusätzliche Motivation, aber auch Verhaltensregeln geben und die Schulordnung mit dieser Zielsetzung überprüfen und ergänzen. Daß es gerade für die Jüngeren nicht leicht ist, die frisch renovierten Gebäude im Schulalltag sauberzuhalten, haben wir in Flügel 3 sehen können. Bestimmt wird ihnen die Aufgabe durch die Regelung erschwert, daß sie in der 2. großen Pause "drinnen bleiben" können. Sie wird deshalb für Flügel 3 vorerst aufgehoben. In beiden großen Pausen verlassen die SchülerInnen in Zukunft das Gebäude und nutzen den Schulhof und das weitläufige Gelände zum Spielen.

Das Schuljahr 98/99 läßt uns bei den vielgestaltigen Aufgaben kaum zur Ruhe kommen. Auf der Sunderhoftagung im Herbst werden wir unser gemeinsames Schulprogramm erarbeiten, nachdem die beiden Abteilungen im letzten Halbjahr für ihre eigenen Belange kräftig vorangekommen sind. Die Schulbehörde forciert ihre Bemühungen zur Standardsicherung mit der Anordnung von Vergleichsarbeiten in den Klassen 3, 6, 8 und 10, der Durchführung der Lernausgangs- und Lernentwicklungserhebung in Kl. 7, den Prüfungen zur Standardsicherung in Kl. 10 und dem schulübergreifenden Austausch beim Abitur. Am Ende des Schuljahres feiern wir unser 125jähriges Jubiläum (2. bis 9. Juli), auf das viele Unterrichts- und Projektvorhaben schon jetzt ausgerichtet werden müssen. Vor allem soll eine Festschrift von Niveau rechtzeitig fertig sein. Wer hieran mit Beiträgen oder redaktionell mitarbeiten möchte, ist heiß begehrt und nehme bitte mit mir Kontakt auf. Vorbereitet sein will auch das nächste Schachturnier "Wichern-Open" in den Herbstferien 99 und die Tagung des Evangelischen Schulbundes (4. bis 6. November 99), bei dem die Schule sich durch Ausstellungen und Veranstaltungen präsentieren kann. Unmittelbar bevor steht eine Aktion des Altonaer Bürgervereins mit der Initiative "Papagoien-Fischland" (18. September), die an der "Straße der guten Nachbarschaft" einen Platz zu Ehren Wicherns einrichtet, woran sich unsere Schule musikalisch und mit Beiträgen für eine Festschrift beteiligen wird.

Vor den Herbstferien sind aber erstmal die Projektzeit der GHR-Abteilung, das Diakonische Praktikum der 10G-Klassen, das Betriebspraktikum der 11. Klassen und die Reisezeit des Gymnasiums angesagt. Dafür wünsche ich allen ein frohes Gelingen mit vielen interessanten Eindrücken und Erfahrungen, guter Laune und schönen Gemeinschaftserlebnissen!

Ihr / Euer

Götz Jeran

Schulleiter


Bitte beachten

Aspekte der Lernausgangslage und der Lernentwicklung – Klassenstufe 7

In Fortführung der im Herbst 1996 durchgeführten Erhebung der Lernausgangslage Klassenstufe 5 wird im September in allen 7. Klassen an Hamburger Schulen eine Erhebung der Lernausgangslage und der Lernentwicklung in den 7. Klassen durchgeführt. Auch die Wichern-Schule nimmt daran teil.

Die Erhebung umfaßt Tests und einen Fragebogen. Deren Ergebnisse sollen Auskunft geben über "Lernstände im Bereich der sprachlichen Fähigkeiten, über die Rechtschreibsicherheit, über das mathematische Können, über Kenntnisse und Fähigkeiten in der ersten Fremdsprache, über die Fähigkeit, Informationen zu gewinnen und Alltagsprobleme zu strukturieren sowie über Einstellungen zum schulischen Lernen." (Landesschulrat P. Daschner)

Die Wichern-Schule hat 1995 einen Lernausgangslagen-Test als Schulversuch mitgemacht, die Erhebung von 1996 aber nicht. Eine Zielsetzung der jetzigen Erhebung, der Vergleich der Ergebnisse der jetzigen Siebtkläßler mit denen als Fünftkläßler, ist für uns also irrelevant. Da aber "mit der Erhebung Kenntnisse und Fähigkeiten erfaßt werden, die für den weiteren Schulerfolg wesentlich sind", erhalten unsere LehrerInnen fraglos eine verbesserte Grundlage, um den Unterricht in der Mittelstufe darauf abstimmen zu können. Es ist hierin ein wesentlicher Beitrag zur Standardsicherung zu sehen, möglicherweise auch zu einer Standortbestimmung im Vergleich zu anderen Schulen. Das hat uns bewogen, an der Erhebung teilzunehmen.

Die Tests und der Schülerfragebogen werden im Unterricht bearbeitet, sie werden aber nicht von der LehrerInnen ausgewertet. Die BSJB hat eine Forschungsgruppe unter der Leitung von Prof. Lehmann von der Humboldt-Universität Berlin damit beauftragt. Die Ergebnisse werden den Schulen klassenbezogen zurückgemeldet. Die LehrerInnen erhalten keine Informationen darüber, wie viele Testaufgaben einzelne SchülerInnen gelöst und welche Aufgaben sie im Fragebogen angekreuzt haben. Das Erhebungsverfahren gewährleistet, daß alle Gebote des Datenschutzes erfüllt werden und daß alle Angaben zur Person der Geheimhaltung unterliegen. Den Kindern erwachsen also keinerlei Nachteile aus der Teilnahme. (GJ)

MitarbeiterInnen für die Cafeteria gesucht

Liebe Eltern!

Seit einem Jahr besitzt die Wichern-Schule eine Cafeteria, die von engagierten Müttern und Vätern ehrenamtlich betrieben wird. SchülerInnen und LehrerInnen nutzen das Angebot mit großer Begeisterung. Wir Aktiven erleben die Schule unserer Kinder bewußter und unsere Kinder sind stolz darauf, daß wir uns mit ihrer Schule so identifizieren.

Da mit Schuljahrsende wieder viele Helfer ausgeschieden sind, weil ihre Kinder die Schule verlassen haben, sind wir erneut auf Hilfe, vor allem von den Müttern und Vätern der neu eingeschulten Kinder, angewiesen.

Die Cafeteria öffnet von 9:45 Uhr bis ca. 12:45 Uhr, die Anwesenheit in der Cafeteria ist von 9 Uhr bis 13 Uhr erforderlich. Wir arbeiten möglichst im 14tägigen Wechsel an einem Vormittag, also 19 mal im Jahr. Bezahlung gibt es keine, aber viel Spaß. Einmal im Jahr machen wir einen Ausflug und zu Weihnachten eine gemütliche Feier.

Damit wir die Öffnungszeiten nicht drastisch verringern oder die Cafeteria an einigen Tagen wegen Personalmangel schließen müssen, bitten wir um Ihre Hilfe. Es darf nicht heißen, die Wichern-Schule hatte einmal eine Cafeteria, aber es wollten nicht genügend Eltern ehrenamtlich tätig sein. Bitte nehmen Sie umgehend mit Frau Beate Ruge (656 59 92) oder mit Frau Silvia Duschau (712 65 33) Kontakt auf, damit wir den Plan für dieses Schuljahr erstellen und die Öffnungszeiten sichern können.

Mit freundlichen Grüßen!

Silvia Duschau (Arbeitskreis Cafeteria der Wichern-Schule)

Dem Aufruf von Frau Duschau möchte sich die Schulleitung mit einem sehr herzlichen Dankeschön an all die Eltern anschließen, die unsere Cafeteria mittlerweile zu einer aus dem Schulleben nicht mehr wegzudenkenden Institution haben werden lassen. Nachdem die Cafeteria um ein Segment erweitert und damit für die Lagerung von Nahrungsmitteln und die emsigen Tätigkeiten der Eltern geräumiger geworden ist, haben diese es auch ermöglicht, kleine warme Mahlzeiten zu reichen. Neben dem Brötchen- und Getränkeverkauf ist das eine sehr attraktive Abwechslung, die von SchülerInnen und LehrerInnen gern angenommen worden ist. Wenn viele SchülerInnen auch am Nachmittag in der Schule sind, haben wir die beruhigende Gewißheit, daß sie nicht darben müssen.

Die Cafeteria hat sich in den großen Pausen zu einem Kommunikationszentrum entwickelt. Wir haben zusätzlich größere, runde Tische in die Schulstraße gestellt und werden uns weiter um eine kommunikationsfreundliche Ausgestaltung und Atmosphäre bemühen.

Sehr dankbar sind wir dafür, daß sich immer wieder viele Eltern bereit erklären, bei besonderen Veranstaltungen wie Schul- und Klassenfesten, dem Tag der offenen Tür, dem Elternsprechtag, den Schulentlassungen und so vielem mehr mitzuwirken. Diese Elternarbeit zum Wohle der Schule ist beispielhaft und trägt außerordentlich bei zu der herzlichen, offenen und einsatzfreudigen Atmosphäre an der Wichern-Schule. Vielen Dank! (GJ)

Herr Ungerer sendet Grüße aus Afrika

In einem langen Brief hat Herr Ungerer geschildert, wie er nach der Pensionierung quasi ein neues Leben angefangen hat – in Kenya. Kurze Auszüge mögen davon einen Eindruck vermitteln. "In alter Verbundenheit" grüßt Herr Ungerer alle sehr herzlich.

"Wir leben hier in zwei gemieteten Appartements einer schönen, aber nicht übermäßig luxuriösen Hotelanlage direkt am Indischen Ozean. Zum Baden sind es wenige Schritte – durch ein Restaurant, das unter einem weiten Palmenblätterdach im Freien großzügig angelegt ist. Im Prinzip ist alles so idyllisch wie in den Reiseprospekten und in Wirklichkeit eben doch ganz anders, gemischter, durchwachsener, was ja auch ehrlicher ist und mir mehr liegt.

Wir sind keine Touristen mehr, natürlich werden wir auch nicht so leben können wie Einheimische oder wie europäische Geschäftsleute, die ihre luxuriösen Besitzungen hinter großen Mauern verbergen und in extra Vierteln wohnen. In Mombasa, dem wirtschaftlichen Mittelpunkt an der Küste, lebt eine große Gruppe von Indern, die wohl das Geschäftsleben kontrollieren. Und es gibt einen starken arabischen Einfluß. All das bringt hier viele verschiedene Lebensformen kultureller und religiöser Art zusammen – alle vor dem Hintergrund derjenigen, die von den ca. 42 afrikanischen Stämmen in Kenya geformt sind. Der Orient im weitesten Sinne und Afrika gehen hier eine seit Jahrhunderten geprägte Symbiose ein. Der Platz ist nicht uninteressant.

Der deutsche Einfluß unter den Europäern ist dominant. Viele Schwarze sprechen Deutsch erstaunlich gut. Sie haben es – wie sie selbst sagen – am beach gelernt. Es kommt vor, daß Unterhaltungen in einem Gemisch aus Englisch, Deutsch und Suaheli bestehen. Es bleibt nicht aus, daß man sich einige Redewendungen in der einheimischen Sprache angewöhnt. Racker pole, "racker" heißt arbeiten – klar, "pole" langsam, also "laß dir Zeit".

Alles in allem haben wir hier einen richtigen Neuanfang gewagt, was ich mir insgeheim immer schon nach der Pensionierung gewünscht habe. Dabei kann man den Oberstudienrat und all die anderen Dinge, die ich in der Öffentlichkeit mit mehr oder weniger Erfolg versucht habe, vergessen. Das heißt: Das alte Image verbrennen, aufgeben. Das heißt aber nicht, daß ich nicht gerne an die lange Zeit an die Wichern-Schule zurückdenke und an die vielen Gespräche und Kontakte zu den Kollegen, die das Leben so angenehm gemacht haben und enorm anregend waren. Hier warten neue Erfahrungen, andere Eindrücke und neue Symbole auf mich, die verarbeitet werden wollen. Mal sehen, was daraus wird.

Zum ausklingenden Schuljahr, das mit Sicherheit wieder sehr arbeitsreich und enorm kreativ war, meine herzlichen Grüße."

Herr Ungerer hat extra seine Adresse vermerkt: E. Ungerer / P.O. Box 10255 Bamburi / Mombasa / Kenya.

150 Jahre Innere Mission und Diakonie

In Berlin findet im Deutschen Historischen Museum im Zeughaus, Unter den Linden 2, eine Ausstellung " Die Macht der Nächstenliebe. 150 Jahre Diakonie 1848-1998" statt vom 27. August bis 8. Dezember. Sie bezieht sich auf das Gründungsdatum der Inneren Mission, einer Initiative von Johann Hinrich Wichern. Er versuchte damit eine protestantische Antwort auf die soziale Krise seiner Zeit zu geben.


Das Kursangebot der Abteilungen

Realschule Klasse 8 – 10, Wahlpflichtkurse

Arbeit und Technik

Technisches Zeichnen (R. Voigt); Nähen für absolute AnfängerInnen (A. Rehr); Chemische Schülerversuche (R. Bremer); PC – Informatik für Mädchen bzw. PC – Internet (C. Mordhorst); PC – Grundkurs (W. Schnabel); Maschineschreiben mit 10 Fingern (B. Brandt); Torten und Kuchen (I. Spree); Nähen und Gestalten (G. May); Holzwerken (H. Ungermann); Kochen – vegetarisch (9. + 10. Klassen) (I. Spree); Bauen einer Funbox f. Inline-Skate (S. Bartkowiak)

Kunst

Zaubern mit Gips und Ton (G. Geisler); Maltechniken (A. Harms); Arbeiten mit Stein (A. Rehr); Portrait und Karikatur (A. Rehr); Schriften (1000 Formen und Farben) (A. Rehr); Porzellanmalerei f. AnfängerInnen bzw. Fortgeschrittene (I. Spree); Porzellanmalerei (I. Spree); Seidenmalerei (S. Tesch); Design und Werbung (A. Harms)

Musik

Gitarre für Fortgeschrittene bzw. Gitarre für absolute AnfängerInnen (J. Göttsch); Band (Gitarre, Schlagzeug, Klavier usw.) (S. Buschbeck); Musikalische Bühnenwerke (W. Berger); Programmusik und deren zeichn. Umsetzung (W. Berger)

Wahlpflichtkurse

Volleyball (W Schnabel); Wahrnehmungsschulung im Ansverushaus (R. Herden); Tischtennis (B. Brandt); Basketball (J. Löbel); Inlineskaten-Touren/Strecken (S. Bartkowiak); Schwimmen (S. Bartkowiak); Fußball für Mädchen (P. Günther); Fußball für Jungen bzw. Baseball (N. Borowski); Kajak für AnfängerInnen bzw. für Fortgeschrittene (J. Löbel); Entspannungstechniken und Wohlfühlen (für Mädchen) (S. Tesch); Fitness (S. Bartkowiak); Handball (J. Löbel); Darstellendes Spiel (Theater) (C. Schmidt); Umweltkurs (U. Brandler-Warneke).

Gymnasium Klasse 9 und 10, Wahlpflichtbereich III

Künstlerischer Bereich

Big Band / Blechbläser (Fr. Rein); Schulchor (Fr. Schnabel); Orchester (Fr. Kortendieck); Schülerzeitung / ITG (H. Reichhold); Kreatives Schreiben / ITG (H. Dumschat-W.); Darstellendes Spiel 9 (Fr. Niemeyer); Darstellendes Spiel 10 (H. Zörnig)

Sport

Badminton (H. Bethge); Leichtathletik (H. Bethge); Bahnen-Golf (H. Burkhardt); Schwimmen (H. Wannack); Sport-Tauchen (H. Beator); Schach (H. Behrhorst)

Informatik

Informatik 9 (H. Stühmer); Informatik 9+10 (H. Jungmann); Schachzeitung / ITG (H. Behrhorst)

Fremdsprachen

Französisch Kl. 9 (Fr. Vogelsang).

Gymnasium Klasse 11, Wahlpflicht- und Wahlkurse

Fremdsprachen

Engl. 11a (H. Burkhardt), Engl. 11b (Fr. Billig); Engl. 11c (Hr. Dr. Schäpers); Franz. 2. Fs. (Fr. Borchers-G.); Franz. 3. Fs. (Fr. Vogelsang); Span. 3. Fs. 1 (Fr. Humbert-O.); Span. 3. Fs. 2 (Fr. Brandler-W.); Russ. 3. Fs. (H. Simonsen)

Künstlerischer Bereich

Kunst 1 (Fr. Ballhausen); Kunst 2 (H. Lenz) ; Musik (Fr. Schnabel), Orch. (Fr. Kortendieck); Darst. Sp. (Fr. Schwarz-W.); Big Band (Fr. Rein); Chor (Fr. Schnabel)

Gesellschaftswissenschaftlicher Bereich

Ek 1 (Fr. Gülzow); Ek 2 (Fr. Zörnig); Gesch. (Fr. Thomsen-Z.)

Zuwahl- und Ergänzungskurse

Zwk. Dt. (H. Janssen); Zwk. Engl. (H. Richter); Informatik (H. Henckell).

Gymnasium, Oberstufe

Deutsch

S1 Dt LK (H. Dreessen); S1 Dt GK (H. Reichhold); S3 Dt LK (Fr. Lehmbecker); S3 Dt GK (Fr. Spendlin); S1 Dt GK (H. Dumschat); S1 Dt GK (Fr. Niemeyer); S3 Dt GK (Fr. v. Rein); S3 Dt GK (Fr. Billig)

Fremdsprachen

S1 E LK (H. Petersen); S1 E LK (Fr. Borchers-G.); S3 E LK (H. Boça); S3 E GK (Fr. Brandler-W.); S1 E GK (Fr. Brandler-W.); S1 E GK (H. Richter); S3 E GK (Fr. Humbert-O.); S3 E GK (Fr. Borchers-G.); S1 E GK (Fr. Varein); S1 L GK 7 (H. Isenbart); S1 L GK 11 (H. Simonsen); S3 LK 7 (H. Simonsen); S3 L GK 7 (H. Simonsen); S3 L GK 11 (H. Isenbart); S1 F LK 7 (H. Wannack); S3 F LK 7 (Fr. Borchers-G.); S3 F GK 7 (Fr. Borchers-G.); S1 Sp LK 11 (Fr. Lehmbecker) ; S3 Sp LK 11 (Fr. Humbert-O.); S1 Sp GK 11 (Fr. Brandler-W.); S3 Sp GK 11 (Fr. Brandler-W.); S1 Rus GK 11 (H. Simonsen); S1 Altgriech. AG (H. Simonsen); S3 Altgriech. AG (H. Simonsen)

Bildende Kunst, Musik, Darstellendes Spiel

S1 BK LK (Fr. Panoch); S1 BK GK (H. Lenz); S3 Bk LK (H. Schütz); S3 Bk GK (Fr. Ballhausen); S1 Bk GK (Fr. Ballhausen); S1 Video GK (H. Schütz); S3 Video GK (H. Schütz); S3 Bk GK (Fr. Pannoch); S1 Mu GK (Fr. Rein); S1 Orchester (Fr. Kortendieck); S3 Mu GK (Fr. Kortendieck); S3 Big Band (Fr. Rein); S1 Big Band (Fr. Rein); S1 Chor (Fr. Schnabel) , S3 Orchester (Fr. Kortendieck); S3 Chor (Fr. Schnabel); S1 DarstSp GK (H. Jeran); S3 DarstSp GK (H. Jeran)

Gemeinschaftskunde, Geschichte, Erdkunde

S1 Gmk LK (Fr. Thomsen-Z.); S1 Gmk GK (H. Meyer); S3 Gmk LK (H. Meyer); S3 Gmk GK (H. Dr. Schäpers); S1 Gmk GK (Fr. Thomsen-Z.); S3 Gmk GK (H. Zörnig); S1 Gmk GK (H. Rengstorf); S1 Ek LK (H. Zörnig); S1 Ek GK (Fr. Zörnig) S3 Ek LK (H. Krieg); S3 Ek GK (Fr. Dr. Schröter); S1 Ek GK (H. Zörnig); S1 Ge LK (Fr. Dr. Schröter); S1 Ge GK (H. Petersen); S3 Ge LK (H. Meyer); S3 Ge GK (H. Meyer); S3 Ge GK (H. Petersen)

Religion, Philosophie

S1 Rel LK (H. Dr. Lücht); S1 Rel GK (H. Dreessen); S3 Rel LK (H. Dr. Lücht); S3 Rel GK (H. Boça); S1 Rel GK (H. Janssen); S3 Rel GK (Fr. Spendlin); S1 Phil GK (H. Dr. Lücht); S3 Phil GK (H. Dr. Lücht)

Mathematik, Informatik

S1 M LK (H. Terber); S3 M LK (H. Behrhorst); S3 M GK (H. Terber); S1 M GK (H. Stühmer); S1 m GK (H. Terber); S3 M GK (H. Melsa); S3 M GK (H. Jungmann); S3 Inf. GK (H. Jungmann)

Physik, Chemie, Biologie

S1 Ph LK (H. Billker); S1 Ph GK (H. Melsa); S3 Ph LK (H. Melsa); S3 Ph GK (H. Melsa); S1 Ph GK (H. Stühmer); S1 Ch LK (Fr. Wilkens); S1 Ch GK (Fr. Wilkens); S3 Ch LK (Fr. Wilkens); S3 Ch GK (Fr. Wilkens); S1 Bio LK (Fr. Dr. Bieber); S1 Bio GK (Fr. Dr. Bieber) S3 Bio LK (H. Wilkens); S3 Bio GK (Fr. Dr. Bieber); S1 Bio GK (H. Wilkens)

Sport (Kurse jahrgangsübergreifend)

Basketball/Mädchen (H. Beator); Hockey (H. Richter); Basketball/Jungen (H. Beator); Badminton/Anfänger (H. Schütz); Leichtathletik (H. Bethge); Tänzerische Gymnastik I (Fr. Schwarz-W.); Badminton/Anfänger (H. Bethge); Tänzerische Gymnastik II (Fr. Vogelsang); Badminton/Fortgeschr. (H. Bethge); Volleyball/Anfänger (H. Wannack); Badminton/Leistungstraining (H. Bethge); Volleyball/Fortgeschr. (H. Wannack); Rudern (Fr. Königsmann); Volleyball/Schulmannschaft (H. Wannack); Fußball (H. Janssen); Schwimmen (H. Wannack); S1 Sport LK (H. Bethge); S1+S3 Sporttheorie GK (Fr. Vogelsang).


Herzlichen Glückwunsch zum Hauptschulabschluß, zur Mittleren Reife und zum Abitur!

Abschied von der Wichern-Schule 1: Entlassung H9 und R10

Dem großen Abschiedstag vorausgegangen war für jede Abschlussklasse eine sehr individuell gestaltete Andacht mit den Lehrerinnen der Klasse und Herrn Pastor Stabenow. Persönliche Eindrücke über die Schulzeit, Befürchtungen zur Zukunft, Hoffnungen, Wünsche wurden ausgesprochen. Lachen und Weinen lagen beieinander. Am Ende war Schule eben doch Ort vieler wichtiger Erfahrungen und menschlicher Begegnungen.

Der endgültige Abschied der Haupt- und Realschulklassen kündigte sich am Morgen der Schulentlassung bereits durch laute Disco-Musik an, die quer über den Schulhof schallte und viele Schülerinnen und Schüler aus allen Klassenstufen zum Zuhören und Tanzen animierte. Viele freuten sich auch einfach nur, dass der tagtägliche Unterrichtsablauf an einem Tag für zwei Stunden aus den Angeln gehoben wurde. Auf einem eigens aufgebauten Podest starteten die Abschlussklassen Spiele und Tänze, in die für alle zur Schau immer wieder Lehrerinnen und Lehrer einbezogen wurden. Besonders anstrengend war das Tortenessen, um den versteckten Schlüssel für die abgesperrten Schultrakte zu finden. Wer mag schon so viel Torte! Richtig feierlich ging es dann am Nachmittag bei der offiziellen Entlassungsfeier im kleinen Schwarzen und mit Krawatte zu. Die Realschulband unter Leitung von Frau Buschbeck spielte flotte Weisen.

Die Verteilung der Abschlusszeugnisse hatte natürlich ihr Gewicht. Wegweisende Worte schlugen eine Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Besondere Aufmerksamkeit fand die Würdigung einzelner Schülerinnen und Schüler, die sich durch ihr besonderes Engagement um die Schulgemeinschaft verdient gemacht hatten.

Die Milchmütter hatten wie immer für Erfrischungen gesorgt. Sie fanden Anerkennung und Dank. (HF)

"Neun Jahre Schule, das bedeutete für uns: Lachen, Spaß, Klassenfahrten und Freude besonders über den langersehnten Abschluß. Es gab auch schlechte Zeiten, in denen leichte Streitereien, Streß und Druck auftauchten. Doch oft halfen uns die LehrerInnen, indem sie mit uns über unsere Probleme redeten oder uns in unseren Projekten unterstützten. Dieser Lebensabschnitt ist nun Vergangenheit, ein neuer beginnt, in dem wir Verantwortung tragen und auf uns selbst gestellt sind". (Nancy Wulff und Stefanie Schultze bei der Entlassungsfeier)

Julia Aschenbrenner, Marcel Christophersen, Marco Guth, Sabrina Guth, Sascha Harder, Maurice Motylski, Cora-Sandra Pannwitz, Angelo Saitzov, Sascha Schwarze, Darius Sobczak, Marcel Stäker, Andres Gerrit Traulsen, Tim Winter, Nancy Wulff, Sven Albers, Erkan Görgü, Marcus Heinrich, Mike Krogmann, Alexander Micha, Florian Mindt, Yasmin-Angelique Neelsen, Giulia Pupillo, Jessica Rein, Stefanie Schultze, Tanja Trettin, Mike Vehn und Sonja Wede haben erfolgreich die Hauptschule abgeschlossen.

"Abschlußarbeiten, Zensuren, Ferien, neue Schule, Ausbildung, neues Umfeld, ein ganz neuer Lebensabschnitt: es gibt so vieles, was einem jetzt durch den Kopf geht. Gestern konnten wir noch die ganze Verantwortung an Eltern, Lehrer und Erziehungsberechtigte übergeben, morgen müssen wir sie so weit es geht alleine übernehmen". (Aus Stefanie Nielsens Rede bei der Entlassungsfeier)

Tim Albermann, Jan Moritz Baumgartner, Julia Birner, Michele Christophersen, Bianca Doeppner, Benjamin Faslija, Marko Gehrmann, Sarah Gladiator, Stephan Goldmann, Nadine Kneisel, Xenia Leitzmann, Henning Lenz, Miriam Müller, Neil Natasadu-Aquino, Lars Nielsen, Stefanie Nielsen, Jennifer Pahlow, Vanessa Piasecki, Alexander Pöhls, Nadja Ratajczak, Stephan Schütt, Denise Seidel, Sebastian Spitze, Sue Leslie Tilge, Sebastian Ventura Marte, Katja Zajac, Maik Behrens, Doris Dahse, Jessica Hamann, Gloria Hamann, Anna Sophia Hernandez Sanchez, Matthias Hinrichsen, Hendrik Hofmann, Hanna Kaluszynska, Jessica Kielniak, Simone Koch, Ramon Sophie Kühne, Stefanie Kuntze, Martina Lindemann, Sandra Lücking, Yvonne Ludwig, Elke Manecke, Andre Marquardt, Manuela Metje, Janina Michalewski, Sebastian Millies, Nina Oberländer, Sven Olsson, Robert Rohlf, Nathalie Turlach und Sandra Westphal haben die Mittlere Reife erlangt.

Abschied von der Wichern-Schule 2: Entlassung der Abiturienten

"Wir sind kein Haufen von Individualisten, sondern eine Gemeinschaft, die auch über das Schulische hinausgeht, was das Lernen angenehmer machte. Zuguterletzt waren es die vielen engagierten LehrerInnen, die uns eine wirklich tolle Zeit ermöglicht haben. Früher wußten wir auf die Frage, warum wir auf die Wichern-Schule gehen, keine richtige Antwort. Erst mit der Zeit erkannten wir, was hier das Besondere ist: das trotz allem angenehme Verhältnis zwischen SchülerInnen und LehrerInnen". (Aus der Abiturientenrede von Kirsten Grader)

Toyin Christine Adewole, Khaled Baghban, James Dean Bautista Ortuño, Christine Beutler, Timo Billker, Sebastian von Borstel, Kirsten Boysen, Rena Bremer, Sebastian Brkitsch, Erik Butz, José Caberta, Marc Cheng, Susanne Cremer, Sabine Dähn, Katrin Duschau, Hinnerk Eddelbüttel, Johanna Goch, Kirsten Grader, Selcuk Gülcüoglu, Nadine Hass, Kathrin Heyme, Il Kang, Hannes Kastner, Alexander Kate, Nicole Kleemann, Jasmin Krull, Elmar Kruse, Imke Lamprecht, Grit Lange, Claudia Madeyka, Kerstin Melicher, Nadine Molitor, David Moll, Nico Möller, Patricia Möllers, Mehdi Montaser, Patricia Okenwa, Nadja Olschewski, Volker Paasch, Karin Pape, Stefanie Platz, Florian Prager, Filipe Miguel Santos Tomaz, Karolin Schäfer, Arne Schaumberg, Claudia Schopf, Franziska Schulz, Stephanie Silligmann, Wenke Souchon, Michael Splett, Martina Stampka, Mania Strube, Anna Claudia Takács, Christian Teichmann, Jan Tietjen, Karl Ömer Tosonuglu, Nina van Velzen, Frank Wagner, Janet Weiser, Deike Winter und Deborah Wruck haben ihr Abitur bestanden.

Allen Hauptschul- und Realschul-Absolventinnen und -Absolventen, Abiturientinnen und Abiturienten herzlichen Glückwunsch! Sie sind fertig mit erfolgreichem Schulabschluß und bescheinigter Reife, können auf- und durchatmen, stolz sein und frohen Muts nach vorn schauen.

Ein ebenso herzlicher Glückwunsch gilt den Eltern: Sie haben einen entscheidenden Tag im Leben Ihrer Kinder erlebt, in dem deren Glück, Zufriedenheit und Ausgelassenheit mit dem eigenen eins wurde. Zwar wird das Loslassen nun unausweichlich, was für manche große Veränderungen mit sich bringen wird, aber auf diesen Tag haben Sie hingelebt, all das Sinnen und Trachten von Eltern läuft auf solche Augenblicke hinaus, in denen die Kinder den nächsten Schritt tun in die Erwachsenenwelt. Ein weiteres Etappenziel ist erreicht.

Ein Dankeschön und einen Glückwunsch auch an die Lehrerinnen und Lehrer. Es ist Ihr Job, Jugendliche zur Reife hin zu erziehen und zu bilden und das gut zu machen. Wie viele Unterrichtsstunden haben Sie lustvoll erlebt? Bestimmt gab es viele individuelle Gespräche und Begegnungen von herzerquickendem Charakter, Unternehmungen, Reisen, Exkursionen, Projekte, die zum Bestand positiver Lebenserfahrungen geworden sind. Wieviel Mühe aber auch, Durchhaltevermögen, Überwindung, Selbstmotivation, Grübeln und Zweifeln, Sorge und Zuwendung, Ringen um immer neue kreative Impulse. Nun haben auch Sie es geschafft, haben Ihren Schützlingen so viel mitgeben können, daß diese die letzte Hürde genommen haben – und eine ganze Reihe auch mit Bravour. Ich gratuliere und danke Ihnen!

Der Schulabschluß bedeutet Abschied und Aufbruch. Den Abschied haben die Haupt- und Realschul-Absolventinnen und -Absolventen auf dem Schulhof gefeiert, etwas feucht, mit viel Tanz und Musik und mit mancher scherzhaften Einlage, mit Gottesdiensten im Andachtsraum und mit einer Entlassungsfeier in der festlich geschmückten Sporthalle, zu der die Realschulband unter Leitung von Frau Buschbeck aufspielte, Frau Frieber, Herr Wittenberg und Herr Jeran herzliche Abschieds- und Geleitworte sprachen und Nancy Wulff, Stefanie Schultze und Stefanie Nielsen die Reden für die SchülerInnen hielten. Im Anschluß daran traf man sich bei den Abschiedspartys der Klassen.

Die Abiturientinnen und Abiturienten haben gefeiert mit einem märchenhaften Abischerz, bei dem das Paulinum wie ein efeuumranktes Schloß zum Hort von Feen, Burgfräuleins, Edelleuten und Fabelwesen wurde, einem sehr gelungenen, festlichen Abiball in den Mozartsälen, mit einem von Pastor Stabenow gestalteten gemeinsamen Abendmahl und einer von herzlichen Reden (Herr Zörnig, Herr Jeran, Herr Richter, Herr Dumschat-Wallbaum, Kirsten Grader, Frau Hagemeister) getragenen und vom Schulkammerorchester unter der Leitung von Frau Kortendieck musikalisch eingerahmten Zeugnisausgabe im Wichernsaal. In der gelungenen Abizeitung konnten Freundschaften, Schulalltag, Reisen, Aufführungen, Veranstaltungen und Lehrer noch einmal Revue passieren und mit den persönlichen Erfahrungen und Wünschen der Autorinnen und Autoren konfrontiert werden.

So der offiziellere Teil und bestimmt gab es noch viele feucht-fröhliche Sitzungen. Das Vergangene war ganz nah. Ist der Abschied leicht gefallen? Ein Endlich-und-nun-nischt-wie-Weg? Oder war schon dabei Wir-wollen-niemals-Auseinandergehen?

Der Aufbruch. Unsere nun ehemaligen Schülerinnen und Schüler machen sich auf in eine Welt, die nicht friedlicher geworden ist, in der die Ausbildungs- und Berufsaussichten nicht günstiger werden, die Spanne zwischen reichlich gesichertem Wohlleben und arbeits- und obdachloser Armut größer wird, Fragen der Umwelterhaltung und wissenschaftlichen Verantwortung zu Existenzfragen der Menschheit werden, traditionelle moralische und ästhetische Werte in postmoderner Beliebigkeit verkommen, in Politik und Wirtschaft Eigensinn eher angesagt ist als soziale Verantwortlichkeit. Aber es ist auch eine Welt, die auf den Nachwuchs wartet. Die meisten unserer Haupt- und RealschulabgängerInnen haben eine Lehrstelle bekommen. Sie müssen bei der Bewerbung einen sehr guten Eindruck hinterlassen haben. Einige haben sich für weiterführende Schulen entschieden, um ihre beruflichen Zukunftschancen noch zu verbessern. Wie den Abiturientinnen und Abiturienten sagen wir allen: "Ihr seid die Hoffnungsträger. Ihr sollt nicht nur bewegt werden, sondern auch bewegen. Ihr sollt mitbestimmen, Einfluß nehmen, Verantwortung tragen, produktiv und kreativ gestalten, technisch und wissenschaftlich weiterentwickeln, vernetzt denken und lenken, Ihr sollt die Zukunft planen und organisieren, Freiheit und Recht sichern. Was wir, die Elterngeneration, nicht gepackt haben, Ihr sollt es zumindest anpacken. In einigem werdet Ihr radikal umdenken müssen, in einigem dringlichst aus der Geschichte lernen und Eure Position zu den Traditionen finden müssen, und Ihr werdet im tätigen Leben, in Politik, Technik und Wissenschaft die Zukunft Eurer Kinder vorbereiten. Eure Wünsche und Träume sind häufig sehr privater Natur, das Haus im Grünen und die weiten Reisen, Familie mit Kind, Hund und Katze, Geld bunkern und anlegen, Glück, Gesundheit, Karriere und dolle Autos. Das ist alles verständlich, schön und in Ordnung, und wir wünschen ein frohes Gelingen, aber bedenkt, daß Euer persönliches Leben immer engere Verbindungen eingehen wird mit dem gesellschaftlichen und daß Euch zukommt, Verantwortung zu übernehmen.

Wenn unsere frischen "Ehemaligen" auf ihrer Reise in die Zukunft darüber ins Nachdenken kommen, was die Schule ihnen als Rüstzeug mitgegeben hat, können sie sich einmal auf das konzentrieren, was ihnen als Fachwissen vermittelt wurde. Hoffentlich war es viel und vielseitig, es wird immer eine gute Hilfe sein und man kann in der weiteren Ausbildung darauf aufbauen. Als entscheidender und wesentlich wird sich herausstellen, wie man zu Wissen und Erkenntnissen gelangt und methodisch damit umgehen kann. Für jede technische, wissenschaftliche, planerische und künstlerische Aufgabe ist das von außerordentlicher Wichtigkeit. Aber auch das schützt letztlich in dieser Welt, in der so vieles aus dem Ruder läuft, nicht davor, einfach mit herumzuwurschteln, zwar auf intellektuellem Niveau, aber doch ohne weiteres Ziel als den momentanen und opportunen Verwertungszusammenhang. Liebe Abiturientinnen und Abiturienten, liebe Absolventinnen und Absolventen der Haupt- und Realschule: die alles entscheidende Hilfe wird Euch die Schule gegeben haben, wenn sie Eure individuellen Anlagen mit entfaltet, wenn sie eurem eigenen Sein eine Richtung gegeben hat, zu der Ihr Euch im Denken und Handeln gern und selbstbewußt verpflichtet fühlt. Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr in der Rückbesinnung auf die evangelische Wichern-Schule für Euch Werte, Leitbilder, Vorbilder und persönliche Begegnungen festhalten könnt, die Euch ein Handeln ermöglichen, bei dem mit gesundem Selbstbewußtsein und allseitiger Sensibilität Eigenwohl und Gemeinwohl in Einklang stehen zum Nutzen einer gesellschaftlichen Zukunft, für die Ihr nun unausweichlich Verantwortung mittragt. Handeln werdet Ihr dabei immer im Kleinen, Persönlichen, Naheliegenden, aber nehmt es nicht nur privat, sondern gestaltet solidarisch, ladet ein zum Mitmachen, öffnet, schafft einen gemeinsamen Rhythmus.

Die Schule sagt Tschüß. Jahrgang für Jahrgang ist das immer wieder so und doch jedesmal wieder neu wie ein Abnabeln: "Machts gut, alles Liebe mit auf den Weg und Gottes Segen!" (GJ)


Klassenreisen und Projekte

1a Fr. Brinkmann, H. N. Borowski 04.05. - 08.05. Moorwerder

3b Fr. Lindemann 04.05. - 08.05. Langwedel

4a Fr. Beetz, H. D. Borowski 11.05. - 15.05. Puan Klent/Sylt

4b Fr. Behrendt 20.04. - 24.04. Heiligenhafen

4c Fr. Brkitsch, H. Berger 04.05. - 08.05. Brahmsee

5HR2 Fr. Dwars, Fr. Reichhold 04.05. - 08.05. Nieblum/Föhr

5HR1 + 3 Fr. Buschbeck, H. Bartkowiak, Fr. Brandt, H. A. Behrens 04.05. - 08.05. Dargow

7G2 Fr. Königsmann 15.05. - 20.05. Eastbourne

7R2 Fr. Kopka 08.05. - 15.05. Schloß Dankern

8G1 Fr. Kortendick 25.05. - 30.05. Uelzen

9G/Latein H. Mühlhausen, H. Simonsen 25.06. - 29.06. Köln

10G H. Rengstorf, H. Simonsen 03.06. - 06.06. Berlin

11c Fr. Thomsen-Ziegenrücker 13.06. - 15.06. Berlin

S2 Tut.-Gr. H. Terber 09.05. - 11.05. Flensburg

S4 Tut.-Gr. H. Richter, Fr. Königsmann 09.05. - 11.05. Bispingen

S4 Tut.-Gr. Fr. Zörnig 06.06. - 08.06. Skovby

Handball H. Löbel 05.05. - 09.05. Berlin

Badminton H. Bethge 08.05. - 10.05. Jena

Schachgruppe H. Behrhorst, H. Reichhold 16.05. - 23.05. Ovelgönne/Celle


Tagesunternehmungen

Die 5HR2 besuchte am 2. bzw. 8. Juni mit 20 Freiwilligen die Oper "Die Zauberflöte". Nuriah Wani berichtet davon:

"Bei der Zauberflöte hat mir Papageno am besten gefallen, weil er immer so lustig war. Die Bühne war aber ein bisschen klein. Gewundert habe ich mich, dass die drei Knaben so hoch und laut singen konnten. Die Lichter auf der Bühne waren Klasse. Und die große Hand von Sarastro war ungefähr zwei Meter groß. Aber ohne Orchester hätte das alles nicht geklappt."

Die 5G1 hat mit Frau Rein am 9. Juni einen Ausflug an den Großensee bei Trittau gemacht zum Spielen, Baden und Picknicken.

Die 5G2 ist am 7. Juli mit Herrn Billker bei der Bismarck-Quelle im Sachsenwald gewesen, hat sich dort im Rahmen des NTU-Unterrichts kundig gemacht über die Abfüllung von Mineralwasser und Limonade und hat nach einem Spaziergang durch den Wald die Zeit für Spiele und Picknick genutzt.

Die 6G2 hat am 8. Mai mit Frau Vogel-Döring und Herrn Krieg die Alsterschwimmhalle besucht.

Die 8G2 war am 27. Mai mit Herrn Westhof und Herrn Twellmann beim "Jazz-Essence" Konzert, das in der Reihe "Jugend kulturell" veranstaltet wurde. Am 29. Juni ist die Klasse mit Herrn Twellmann für einen Abschiedsausflug an die Ostsee gefahren, am 30. Juni besuchte sie die Abendveranstaltung "Allegria" des Cirque du Soleil.

Die 9G1 absolvierte vom 3. bis 5. Juni einen Erste-Hilfe-Kursus zur Vorbereitung des Diakonischen Praktikums mit Herrn Westhof jeweils von 9 bis 14 Uhr beim ASB.

Die 9G2 konnte am 11. Mai in Begleitung von Herrn Westhof und Herrn Petersen einer Probe von Benjamin Brittens "Peter Grimes" in der Staatsoper beiwohnen. Das Werk war vorher in einem fachübergreifenden Projekt im Englischunterricht behandelt worden.

Die 9G3 war am 7. Juli im Energiepark Geesthacht.

Die 11b hat am 3. Juli eine Exkursion zum Flughafen mit dem Empfang einer Klassenkameradin verbunden, die ein Jahr in den USA zum Schüleraustausch war.

Der Grund- und der Leistungskurs des 4. Semesters besuchte am 8. Mai. die Kernforschungsanlage der GKSS in Geesthacht mit Herrn Terber. Auf dem Programm standen ein Informationsvortrag über "Forschung in Deutschland", eine Filmvorführung zum "GKSS-Forschungszentrum" und die Besichtigungen des Reaktors und der Versuchshalle "Neutronenstreuexperimente".

Die Tutandengruppe des 2. Semesters von Frau Humbert-Oyss machte am 11.5. ein ganztägiges Berufsberatungs- und Bewerbungstraining.

Mit Schülern des S2 sind Herr Zörnig und Herr Derix am 2. Juni bei einer Sitzung des Hamburger Jugendgerichts gewesen.
Der Leistungs- und Grundkurs Geschichte des 2. Semesters hat am 5. Juni in der Staatsbibliothek und im Staatsarchiv geforscht zum Thema des diesjährigen Wettbewerbs der Körber-Stiftung.

Die 5HR2 besuchte am 2. bzw. 8. Juni mit 20 Freiwilligen die Oper "Die Zauberflöte". Nuriah Wani berichtet davon:

"Bei der Zauberflöte hat mir Papageno am besten gefallen, weil er immer so lustig war. Die Bühne war aber ein bisschen klein. Gewundert habe ich mich, dass die drei Knaben so hoch und laut singen konnten. Die Lichter auf der Bühne waren Klasse. Und die große Hand von Sarastro war ungefähr zwei Meter groß. Aber ohne Orchester hätte das alles nicht geklappt."

Die 5G1 hat mit Frau Rein am 9. Juni einen Ausflug an den Großensee bei Trittau gemacht zum Spielen, Baden und Picknicken.

Die 5G2 ist am 7. Juli mit Herrn Billker bei der Bismarck-Quelle im Sachsenwald gewesen, hat sich dort im Rahmen des NTU-Unterrichts kundig gemacht über die Abfüllung von Mineralwasser und Limonade und hat nach einem Spaziergang durch den Wald die Zeit für Spiele und Picknick genutzt.

Die 6G2 hat am 8. Mai mit Frau Vogel-Döring und Herrn Krieg die Alsterschwimmhalle besucht.

Die 8G2 war am 27. Mai mit Herrn Westhof und Herrn Twellmann beim "Jazz-Essence" Konzert, das in der Reihe "Jugend kulturell" veranstaltet wurde. Am 29. Juni ist die Klasse mit Herrn Twellmann für einen Abschiedsausflug an die Ostsee gefahren, am 30. Juni besuchte sie die Abendveranstaltung "Allegria" des Cirque du Soleil.

Die 9G1 absolvierte vom 3. bis 5. Juni einen Erste-Hilfe-Kursus zur Vorbereitung des Diakonischen Praktikums mit Herrn Westhof jeweils von 9 bis 14 Uhr beim ASB.

Die 9G2 konnte am 11. Mai in Begleitung von Herrn Westhof und Herrn Petersen einer Probe von Benjamin Brittens "Peter Grimes" in der Staatsoper beiwohnen. Das Werk war vorher in einem fachübergreifenden Projekt im Englischunterricht behandelt worden.

Die 9G3 war am 7. Juli im Energiepark Geesthacht.

Die 11b hat am 3. Juli eine Exkursion zum Flughafen mit dem Empfang einer Klassenkameradin verbunden, die ein Jahr in den USA zum Schüleraustausch war.

Der Grund- und der Leistungskurs des 4. Semesters besuchte am 8. Mai. die Kernforschungsanlage der GKSS in Geesthacht mit Herrn Terber. Auf dem Programm standen ein Informationsvortrag über "Forschung in Deutschland", eine Filmvorführung zum "GKSS-Forschungszentrum" und die Besichtigungen des Reaktors und der Versuchshalle "Neutronenstreuexperimente".

Die Tutandengruppe des 2. Semesters von Frau Humbert-Oyss machte am 11.5. ein ganztägiges Berufsberatungs- und Bewerbungstraining.

Mit Schülern des S2 sind Herr Zörnig und Herr Derix am 2. Juni bei einer Sitzung des Hamburger Jugendgerichts gewesen.
Der Leistungs- und Grundkurs Geschichte des 2. Semesters hat am 5. Juni in der Staatsbibliothek und im Staatsarchiv geforscht zum Thema des diesjährigen Wettbewerbs der Körber-Stiftung.


Impressionen und Berichte

Klassenreisen zum Brahmsee

Im Monat Mai ist Reisezeit. Klassenreisezeit. Die 3a, 3b und 4c fuhren gemeinsam an den Brahmsee. Und dort gibt es viel zu erleben: Fußball, Völkerball, Schiffsbau, Pfeilverstecken, Schnitzeljagd, Tierpark, Biwak-Platz... In der 3a entstand ein Reisetagebuch, die 4c hat in einer Reisezeitung viele Ereignisse festgehalten.

Spannend ist ganz besonders der erste Tag:

"Am Montagmorgen sind wir mit dem Bus angekommen und haben uns in unseren Häusern eingelebt. Dann sind wir zum See gelaufen, wir waren sehr lange da. Um 12:00 Uhr gab es das Mittagessen, es waren Nudeln mit Tomatensoße. Ein paar Stunden später lagen wir im Bett. Mir war schlecht, ich hab zu viel gegessen. Aber dann ging es mir wieder gut." (Jamila Maroof, 3a)

Und irgendwann geht jede Reise zu Ende:

"Freitag, d. 8. Mai 1998. Heute müssen wir unsere Sachen packen. Sachen packen geht schnell, dann müssen wir unser Gepäck nach draussen tragen. Der Hausmeister schliesst die Türen ab, wir nehmen unsere Koffer und gehen zum Parkplatz. Der Bus kommt, wir bringen unser Gepäck in den Laderaum und steigen ein." (Jamila) (HF)

Das Völkerballspiel in der Grundschule

"Am 7.5. war ein Völkerballturnier. Die Klasse 3b hatte die Klasse 4c herausgefordert. Es war ein harter Kampf. Beide Klassen hofften zu gewinnen. Aber am Ende war es unentschieden. Alle waren sauer. Nur weil die Zeit abgelaufen war. Das war der Bericht über das Völkerballspiel." (Judith Alena Karnatz, 4c)

Der Tierpark

Am 7.5. wollten wir zum Tierpark. Es waren 2 km hin und 2 km zurück. Als wir da waren, haben wir einen Fragezettel bekommen. Wir gingen quer durch den Tierpark. Ich war mit Alena zusammen und dachte, wir werden 1. Wir waren 2. Das war aber auch gut. Es war toll. (Marina Schaefer, 4c)

Aktionstag am 28. Mai auf der Moorweide

Zusammen mit den Eltern und Kindern meiner 3. Klasse fuhr ich (nach 13 Uhr!) zur Schüler-Demo zur Moorweide. Im Rahmen des Sachkunde-Unterrichts (Bereich Gesellschaft) wurde dieser Aktionstag entsprechend vor- und nachbereitet. Die Berichte in den verschiedenen Zeitungen haben wir anschließend miteinander verglichen und selbst Reporter gespielt und eigene Artikel geschrieben und Plakatslogans gemacht. Danach machten wir uns Gedanken, was wir selbst ändern würden, wenn wir Schulsenator/in wären. Farouk Saoudi (3a) schreibt:

"Wenn ich Schulsenator wäre

Ich würde mehr Lehrer einstellen und mehr Förderstunden schaffen. Ich würde mehr Vorschulen schaffen. Ich würde mehr finanzielle Unterstützung für Ausflüge, Klassenreisen und Kultur bewilligen. Ich würde alte Schulen sanieren lassen. Ich würde mehr Sportmöglichkeiten schaffen, z. B. Fußballplätze und Skatebahnen." (Helga Janssen)

AbiturientInnen und 7. Klasse gemeinsam in England

Begeistert haben die SchülerInnen der 7G2 und die AbiturientInnen, die sich als Begleitung zur Verfügung gestellt hatten, von der gemeinsamen Reise nach Eastbourne mit Frau Königsmann berichtet.

Man startete nachts um 3.30 Uhr mit einem Bus, der auch in England zur Verfügung stand. "Alle waren pünktlich, so daß wir rechtzeitig losfahren konnten. Geschlafen hat kaum jemand. Statt dessen wurde gelesen, geredet, gespielt oder im Bus herumgelaufen. Zuerst hatten wir einen ziemlich mürrischen Busfahrer, er wurde aber zum Glück von einem anderen abgewechselt, der uns dann die ganze Zeit zur Verfügung stand" (Stephanie Zwickert, 7G2). Die AbiturientInnen haben die Busfahrt, wie bei Erwachsenen so üblich, als anstrengender empfunden. "Um 3 Uhr nachts begaben sich sechs mutige Abiturienten zur Schule, um dort die neunzehnstündige Busreise nach Eastbourne anzutreten. Nach einer Nacht ohne Schlaf hofften wir unsere Nachtruhe im Bus nachholen zu können, um ausgeschlafen und fit für die 27 Siebtklässler und Frau Königsmann in England anzukommen. Doch wir hatten uns getäuscht. Die ausgelassene Stimmung im Bus nahm uns jegliche Hoffnung auf jedenfalls ein paar ruhige Minuten." Im Verlauf der Reise gelang es aber den AbiturientInnen rasch, sich auf die Kleineren einzustellen: "Einer von uns schaffte es ganz besonders, sich perfekt in die Klasse zu integrieren. Schon nach wenigen Stunden wurde es für uns immer schwerer, ihn vom Rest der Klasse unterscheiden zu können, was nicht nur an seinem ausgelassenen Herumtollen lag, sondern auch durch seine geringe Größe unterstützt wurde." (Grit Lange, Sabine Dähn, beide S4)

Untergebracht waren die SchülerInnen in englischen Gastfamilien. Wie Stephanie berichtet, gab es in den wenigen Tagen ein reichhaltiges Programm: "Wir trafen uns morgens und tauschten uns zunächst über unsere Familien, unsere Zimmer, das Essen und die `merkwürdigen´ englischen Badezimmer aus. Dann gingen unsere Unternehmungen los: Stadtbesichtigung von Eastbourne und Umbegung mit dem Bus, zu Fuß in die Innenstadt und natürlich auf den Pier, ein Tagesausflug nach London, wo wir in Kleingruppen geleitet von einem Oberstufenschüler die wichtigsten Sehenswürdigkeiten aufsuchten, mit dem Boot entlang der Themse fuhren und alle zum Schluß den "London Dungeon" aufsuchten. Es folgte ein Ausflug nach Brighton mit Besichtigung des Royal Pavilon und ein gemütlicher Spaziergang durch die "Lanes" und zuletzt ein Kinobesuch in Eastbourne. Zu unserem Erstaunen konnten wir fast alles verstehen." In London fand Marius Bortolusso, 7G2, gut, "daß man die ganzen Sehenswürdigkeiten sehen konnte, die man sonst nur vom Hören oder Sehen im Fernsehen und in den Zeitungen kannte".

Es blieb aber auch Zeit für Spiele mit der ganzen Klasse, die die OberstufenschülerInnen mit gestalteten und die hoffentlich nicht alle so martialisch waren wie "Laser Quest", das Marius so besonders gefiel: "Jeder Besucher bekam eine Weste angezogen und eine Laser-Waffe. Es gab zwei Gruppen und an jeder Weste waren vier Ziele. Wenn man eines davon traf, bekam man einen Punkt. Die Gruppe, die die meisten Punkte erreichte, hatte gewonnen. Das Laser Quest gefiel mir deswegen gut, weil es so etwas in Deutschland nicht gibt und es sehr viel Spaß macht".

Daß die OberstufenschülerInnen dabei waren, hat die Klasse als besonders schön herausgestellt, und jene selbst haben es genossen: "Es war für uns, kurz vor dem Ende unserer Schullaufbahn, nochmals eine schöne Erfahrung an einer solchen Klassenreise teilzunehmen, und wir werden uns gerne daran zurückerinnern." (Grit und Sabine)

Die 4a in Puan Klent

Die vier Tage auf Sylt mit Frau Beetz ("Beetzi") und Herrn N. Borowski ("Boro") sind für die 4a voller Erlebnisse gewesen. Philipp Leukert berichtet von der Wattwanderung und vom Fußball:

"Am Anfang war es im Watt ja noch sehr schön, aber als das erste Mädchen sagte `Uns ist kalt, das ist langweilig´, war alles anders. Einige haben sogar angefangen zu heulen. Als wir das erste Spiel machten, sind die Mädchen in Richtung Strand gegangen. Aber Beetzi hat`s gesehen und sie zurückgepfiffen. 10 Minuten später sind fast alle zurückgegangen. So durften nur die ins Labor, die im Watt geblieben waren".

"Wir haben jeden Tag Fußball gespielt. Beetzi war in einer Mannschaft und Boro in der anderen. Boro war in meiner und immer im Tor. Einmal haben wir 2:5 verloren und einmal 5:0 gewonnen."

In Hörnum gab es Krabben: "Als wir von den Seehundsbänken zurückkamen, waren wir ziemlich hungrig, deswegen kaufte Beetzi für uns eine Tüte Krabben für 6 Mark. Als wir sie aufgegessen hatten, kaufte Beetzi noch eine Tüte. Die Krabben schmeckten etwas süßlich, sie waren auch ganz klein, aber trotzdem lecker. Danach konnten wir aussuchen, ob wir lieber mit Beetzi den kürzeren Weg gehen wollten oder lieber den längeren mit Boro. Ich entschied mich für den kürzeren mit Beetzi." (Vanessa Shokoui-Kalaghiechi)

Sonja Roschkowski hat so anschaulich geschildert, wie sie gebadet hat, daß man gut nachempfinden kann, wie schön diese Klassenreise an der See gewesen ist:

"Als wir am Donnerstag an die Nordsee gingen, haben wir unsere Sachen erstmal abgeladen. Dann sind wir ins Wasser gesprungen. Ein Bademeister hat aufgepaßt, daß wir nicht weit rausgingen. Ich bin immer gegen die Wellen gesprungen. Ich habe mich auch mal hingesetzt, dann kam eine große Welle und hat mich überrollt. Als wir raus mußten, habe ich mich schnell abgetrocknet und angezogen und mich gekämmt. Danach habe ich noch Muscheln gesammelt und eine Goldauster gefunden." (HF)

Museums-Besuch der 3a in Altona

Helga Janssen und Roswitha Wieding fuhren am 19.6. mit der Klasse 3a zum Altonaer Museum, um einer Märchen-Erzählerin zu lauschen. Sie erzählte ein Märchen von Bernsteinen und einem Glasberg.

Wie eindringlich die Erzählungen für die SchülerInnen waren, zeigen ihre Wiedererzählungen; so schreibt Sebastian Krüger:

"Es war einmal ein Hirte. Immer wenn er auf der Weide stand, dann muß er immer zu einem Baum sehen. Eines Tages sagte er zu sich, ich will diesen Baum raufklettern. Er zog sich aus und kletterte 9 Tage und dann sah er ein Land aus Kupfer und Bäume aus Kupfer. Auch ein Hahn aus Kupfer, brach sich einen Zweig vom Baum und unter dem Baum war ein Bach. In dem Bach wollte er seine Füsse baden. Als er sie rausholte waren sie von Kupfer überzogen. Er kletterte weiter 9 Tage lang. Dann breitete vor ihm sich ein Tal aus Silber aus. Auch Bäume aus Silber und ein Hahn aus Silber und auch ein Bach aus Silber. Er tauchte seine Hände rein und als er sie rausholte, waren sie mit Silber überzogen. Er kletterte weiter 9 Tage lang. Dann breitete sich vor ihm ein Tal aus Gold aus und Bäume aus Gold. Und auch einen Hahn aus Gold. Er brach sich einen Zweig ab vom Baum und einen Bach gab es auch. Er tauchte seine Haare ein. Und als er sie rausholte, waren sie mit Gold überzogen. Nun ging es nicht mehr weiter. Er kletterte wieder runter. Von oben hatte er eine kleine Stadt entdeckt. Als er in der Stadt war, kam ihm ein Koch entgegen. Er sagte: "Hei, du wirst ein guter Küchenjunge. Willst du einer werden?" "Ja, gerne. Aber nur unter einer Bedingung und die wäre, ich möchte nie meine Schuhe und meine Handschuhe ausziehen. Und auch meinen Hut nicht." "Ok, aber die anderen dürfen dich nicht sehen." Ok und er wurde Küchenjunge. Eines Tages hörte er, dass Grafen auf den Glasberg steigen wollen Er fragt den Koch, ob er zugucken darf. Der Koch sagt: "Ja", und er ging hin. Er versteckte sich. Keiner schaffte es, da zog er sich aus und kletterte auf den Glasberg. Oben gab er der Prinzessin den kupfernen Zweig. Dann ging er wieder runter. Nächsten Tag fragte er wieder. Und er durfte. Keiner schaffte es. Da zog er sich aus und ging wieder hoch. Dann gab er ihr den goldenen Zweig. Und dann gab er ihr die Hand und dann heirateten sie." (Helga Janssen)

Die Klassenreise der 7R1

"Am 8. Mai ging es los. Um 9 Uhr haben wir uns an der Wichern-Schule getroffen, um auf Klassenreise zu fahren. Nach drei Stunden Busfahrt sind wir endlich im Schloß Dankern angekommen. Nun hieß es erst einmal, die Sachen auszupacken. Dann ging es los, das riesengroße Gelände zu erkunden. Da gab es wirklich alles, von der Wasserrutsche bis zur Go-Kart-Bahn. Wir konnten uns einfach nicht entscheiden, was wir zuerst machen sollten. Wir machten schöne Radtouren, und die Zeit verging wie im Flug. Am 5. Tag fuhren ein paar von uns mit dem Fahrrad nach Holland, um dort in einen Zoo zu gehen. Wir waren auch oft in dem riesigen Badesee. Ein besonderes Gaudi war das Wasserskifahren. Dann, nach dem 7. Tag, war es wieder so weit, wir mußten leiden nach hause fahren. Also wieder alle Sachen eingepackt und ab in den Bus.

P.S.: Ich kann jedem Lehrer nur empfehlen, mit seiner Klasse nach Schloß Dankern zu fahren." (Richard Manfred Pluschies)

Badminton-Turnier in Jena

Das Sportgymnasium Jena hatte unsere Wichern-Schule eingeladen zu einem Badminton-Turnier vom 8. bis 10. Mai für die Jahrgänge 85 und jünger. Herr Bethge hatte daraufhin eine kleine Mannschaft zusammengestellt mit Christoph Giese, Moritz Mattes, Marc Rostek (6G3) und Jvana Andriç, Bianca Dieckmann und Amelie Tetzlaff (5G3) und sie auch begleitet.

"Da das Sportgymnasium ein Internat ist, konnten wir dort wohnen und essen. Es nahmen noch vier andere Mannschaften teil, zwei aus Jena, eine aus Kaiserslautern und eine aus Most (Tschechien). Den ersten Platz belegte Kaiserslautern. Wir wurden leider nur fünfter, haben aber trotzdem einen schönen Preis bekommen.

Neben den Spielen blieb uns Zeit für Unterhaltung und Besichtigung. Am Samstag Nachmittag gingen wir ins Carl-Zeiss-Planetarium und sahen uns die Vorführung "Raum und Zeit" an. Danach zeigte uns eine nette Führerin einen Teil der Innenstadt von Jena. Sie führte uns zu den Häusern von Goethe und Schiller und zum alten Theater. Wir drehten auch noch eine Runde über den Frühlingsmarkt. Abends trafen sich alle Mannschaften zum gemeinsamen Grillabend.

Es war eine schöne und interessante Reise, auch wenn wir am Sonntag ziemlich geschafft am Hamburger Hauptbahnhof ankamen." (Amelie Tetzlaff, 5G3)

Probenwoche in Uelzen

"Wir, die 8G1, haben während einer Probenwoche vom 25. bis 30. Mai in der Nähe von Uelzen unser Abschiedskonzert vorbereitet. Wir mußten viel üben, sechs Stunden am Tag, und haben viel geschafft. Bei alle dem wurde die Schule nicht (allzu sehr) vernachlässigt: jeden Abend arbeiteten wir an den Aufgaben, die unsere LehrerInnen uns mitgegeben hatten. Wir hatten aber auch unseren Spaß. In den Pausen konnten wir draußen bei herrlichem Wetter Tischtennis und Basketball spielen. Außerdem war noch eine sehr nette 10. Klasse in der Jugendherberge... An unserem einzigen freien Nachmittag waren wir im Schwimmbad, eine lustige Abwechslung zu den Proben, die auch die genossen, die nicht mit badeten. Den letzten Abend beschloß eine Nachtwanderung. Wir kamen etwas verspätet in der Jugendherberge an, was aber nicht weiter schlimm war.

Die Woche war anstrengend, aber spaßig, und die Klasse ist in der gemeinsamen Zeit zusammengewachsen." (Uta Schröder, 8G1)


Veranstaltungen

Ende der Grundschulzeit

Die Schulentlassung der Abschlussjahrgänge findet Jahr für Jahr ihre gebührende Beachtung. Aber auch das Ende der Grundschule oder der Beobachtungsstufe ist für alle Beteiligten ein Einschnitt mit Abschied, Trauer und Trennung einerseits und Spannung, Neugier und Hoffnung andererseits. Die Grundschule feiert diesen Abschluß der 4. Klassen Jahr für Jahr mit einem Gottesdienst der gesamten Grundschule.

Die 4c hat darüber hinaus das Ende der Grundschulzeit zum Anlaß genommen zurückzublicken.

Was gibt es da an Erinnerungen! Die einen erzählen von ihren Eindrücken vom ersten Schultag oder vom ersten Tag in ihrer neuen Klasse, von Ausflügen und Projekten, andere von Wettbewerben oder vom Fasching und anderen Festen. Aus den letzten Schulwochen berichten Yannic und Alex.

"Das Entscheidungsspiel

Am 17.6. war das entscheidende Spiel der 4c gegen die 4b. Die 4a war auch da und die haben immer dumme Sprüche abgelassen. Die ganze Zeit stand es 0:0, dann war das Spiel eigentlich zu Ende, aber es gab ja noch eine Verlängerung. Und dann schoss Kai das entscheidende Tor und alle jubelten. Aber das Spiel war noch nicht zu Ende. Die 4b hatte noch viele Chancen. Dann nahm Frau Beutler die Pfeife in den Mund und pfiff das Spiel ab. Das ist der verdiente und der glückliche Sieg für die 4c." (Yannic Reichenbach)

"Fußballturnier

Ich strotzte nur so vor Selbstvertrauen, war fest entschlossen ein Tor zu schiessen, zog mich um und guckte unsere Gegner an. Sie waren alle einen Tick größer als wir, aber das interessierte uns wenig, wir hatten uns nur aufs Spiel zu konzentrieren. Dann ging das Spiel los. Ich war linker Sturm, eine Ehre für mich. Nach der ersten Halbzeit lagen wir 1:0 im Rückstand. Doch dann machten wir uns wieder Mut. Kein Wunder, dass Schafiq dann das 1:1 schoss. Das Spiel war zu Ende und wir waren stolz ein Unentschieden zu spielen. Das andere Spiel verloren wir 2:1. Damit flogen wir raus und gingen nach Hause und während wir zurückgingen, dachte ich nur: Pech gehabt!" (Alex Schönfeld) (HF)

Reunion-Party in der Wichern-Schule

Unsere Ehemaligen Malte Kröpsch und Mirko Haupt hatten die Idee, haben organisiert, den Ehemaligen-Verein einbezogen, mit Hilfe des Sekretariats nach Adressen geforscht und eingeladen; und ungeheuer viele kamen, ehemalige Schülerinnen und Schüler, gestandene Weibsbilder und Mannsleute bis zurück zum Abiturjahrgang 1981, und natürlich auch viele der jetzigen Oberstufe. Am 5. Juni feierten sie eine Nacht durch Wiedersehen in der Schulstraße. Zwar war mit bewährter Disco-Atmosphäre im hinteren Teil Tanz angesagt, zu der Manuel Melsa und Malte Kröpsch als DJs kräftig einzuheizen versuchten, aber abspielen tat sich alles im Vorder- und Mittelteil, so viel Anlaß gab es zu Begrüßungs- und Wiedersehensexaltationen, zu schnellem Plausch, zu Stehkonventen und dann zu lang ausharrenden Gesprächsgruppen. Leider hatte das Wetter nicht mitgespielt. Im kleinen Schulgarten standen Tische und Bänke im Regen und nur mühsam konnte gegrillt werden. Dafür fand man sich um den Ausschank in der Cafeteria immer wieder ein zum Stelldichein. Viele Kolleginnen und Kollegen waren da, die die Reunion mitgenossen.

Daß es sehr wünschenswert wäre, den Kontakt zu den Ehemaligen in vielfacher Weise zu intensivieren, haben auch diese mir mehrmals bestätigt. Mirko und Malte haben mir geschrieben:

"Wir haben uns sehr über Ihren Brief gefreut. Auch wir sind der Meinung, daß die Ehemaligenfeier ein voller Erfolg war. Man konnte beobachten, wie ehemalige Schüler, die sich aus den Augen verloren hatten, sich wiedergesehen haben und sich viel zu erzählen hatten. Sehr viele Ehemalige und auch einige Lehrer haben uns angesprochen, wie toll sie die Idee einer solchen Feier fanden und wie schön es ist, all die bekannten Gesichter wiederzusehen. Nach diesem Riesenerfolg der Feier sind auch wir der Meinung, daß es schön wäre, eine Tradition daraus entstehen zu lassen. Wir haben auch schon viele Anfragen, ob es wieder eine Ehemaligenfeier gibt. Wir würden uns freuen, diese auch in Zukunft zu organisieren. Wir haben auch schon ein paar Ideen und versuchen, noch mehr aktuelle Adressen zu bekommen. Wir werden uns nächstes Jahr bei Ihnen melden, um Genaueres zu besprechen."

Es wäre schön, wenn auch der Ehemaligenverein etwas aus seinem Schattendasein herauskäme und für einen engeren Kontakt mit der Schule Impulse geben würde.

Pensionärstreffen – oder eine Zusammenkunft mit jugendlichen Senioren?

"Wann kommst Du denn endlich zu uns?" Mit dieser "aufmunternden" Begrüßung wurde ich am 5. Juni von unserem ehemaligen Kollegen Horst Klöckner beim diesjährigen Pensionärstreffen begrüßt!

Danke für die "Einladung", lieber Horst, aber so etwa 10 Jahre muss ich wohl noch warten (sofern die Finanznöte Nordelbiens oder die der Schulbehörde nicht andere Fristen setzen!). Aber dennoch – ich habe mich in der Runde wiederum sehr, sehr wohl gefühlt; vielleicht aus der Erkenntnis heraus, dass man mit vielen der vertrauten Gesichter viele Jahre lang eng, gut und vertrauensvoll zusammengearbeitet hat. Frau Anderer, Frau Mampe und Herr Brodersen könnten sofort wieder ihren Dienst an der Wichern-Schule antreten. Sie würden aufgrund ihrer Aufgeschlossenheit, ihres Interesses und ihrer Fröhlichkeit keine Einarbeitungsschwierigkeiten haben, ihr wahres Alter würde sowieso niemand glauben... Das gleiche gilt eigentlich – ohne Ausnahme – für unsere ehemaligen Kolleginnen und Kollegen, die mit jugendlicher Frische (so schien es zumindest!) Jahre vergessen ließen und ihre große Verbindung zur Wichern-Schule deutlich erkennen ließen. Durch Frau Brandstädter wurden Geschichten aus vergangenen handarbeitlichen und küchenspezifischen Zeiten wieder lebendig; Herr Tiede war strahlend wie eh und je und hatte ein offenes Ohr für die persönlichen Belange von Kolleginnen und Kollegen unserer Schule; Frau Nolte konnte niemand abnehmen, daß sie die "80" bereits hinter sich hatte – mit ihren offenen, interessierten Augen nahm sie die Gesprächspartner in ihren Bann; Herr Thies und Herr Hölscher interessierten sich nicht nur für Belange der Schulleitung. mehr fragten sie nach dem Wohlergehen ihrer "Mannschaft", nach persönlichen Veränderungen; besonders gefreut hat mich der gute gesundheitliche Zustand unserer "Frühpensionäre" Eberhard Posch und Udo Wieding: beiden merkte man deutlich an, daß sie der Lehrertätigkeit nur eine kleine Träne nachtrauerten, mehr den täglichen Kontakt zum Kollegium vermißten; und Hgm war da, unsere Frau Hagemeister, die mit ihrer feinfühligen Art das Wiedersehen sichtlich genoß. Ihnen allen, die ein großes und wichtiges Stück der Geschichte der Wichern-Schule nach dem Krieg mitgeprägt, mitgestaltet haben, ist auch an dieser Stelle ein großes Dankeschön zu sagen für alles das, was sie in den vielen Jahren getan und geleistet haben. So war es auch mehr als eine (vergnügliche) Pflicht, einige Stunden mit unseren Pensionären verbracht zu haben. Gerade die Verbindung der "Aktiven" zu ihren Vorgängern ist ein Gradmesser dafür, wie groß der Zusammenhalt eines Kollegiums über die aktive Zeit hinaus ist.

Nachtrag: Mit Beendigung des vergangenen Schuljahres hat die Wichern-Schule dafür gesorgt, dass die Zahl der Pensionäre stark erweitert und verjüngt worden ist; wie alle freuen uns, dass beim nächsten Treffen die "Jung-Senioren" Antje Lente, Hildegard Thevs (obwohl inzwischen bereits wieder reaktiviert!), Walter Mühlhausen, Wolfgang Miram und Claus Redmann dabei sein werden – und vielleicht auch einige von den "Alt-Senioren", die in diesem Jahr nicht kommen konnten. (UK)

Podiumsdiskussion im IfL

Am 9. Juni hatte ich das Vergnügen, eine Podiumsdiskussion im Institut für Lehrerfortbildung zum Thema "Fünf DM für einen Liter Benzin" zu besuchen. Teilnehmer waren Berühmtheiten wie Dirk Fischer (MdB, verkehrspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion), Rainer Funke (Spitzenkandidat der FDP), Anke Hartnagel (SPD-Kandidatin Barmbek) und Kirsten Heyne (MdB Bü 90/Grüne). Die Veranstaltung hat mir vor Augen geführt, daß eine sachorientierte Vertiefung eines politischen Problems bei solchen Wahlkampfveranstaltungen offenbar nicht möglich ist. Die Podiumsteilnehmer verfügten kaum über den Informationsstand der Tagespresse, redeten am Thema vorbei und verloren sich in billige Polemik. Ich bin froh, daß von unserer Schule keine Klasse zu diesem Termin gepilgert ist, und rate dringend davon ab, solche Veranstaltung an unserer Schule durchzuführen. Die Einladung von Fachleuten würde ich hingegen begrüßen. (Viktor Rengstorf)

Auf Wiedersehen Frau Lente, Frau Thevs, Herr Miram, Herr Mühlhausen, Herr Redmann und vielen Dank!

Am letzten Schultag vor den Sommerferien verabschiedeten sich SchülerInnen und Kollegium von Frau Lente, Frau Thevs, Herrn Miram, Herrn Mühlhausen und Herrn Redmann, die in Pension gingen. Sie alle haben mit ihrem pädagogischen Wirken und ihrer menschlichen Wärme den Charakter der Wichern-Schule entscheidend geformt und ihre Geschicke mitbestimmt. Es war dem Schulsprecherteam Inga Diercks, Carlotta Karnatz und Heiko daher ein besonderes Anliegen, alle SchülerInnen und LehrerInnen zu versammeln, um deren Dank zum Ausdruck zu bringen und sich zu verabschieden. Wegen des schlechten Wetters traf sich alles in der Mehrzweckhalle, die Big Band spielte, die SchulsprecherInnen und viele Abordnungen aus den Klassen und Kursen überreichten mit herzlichen Worten Geschenke und Andenken, die 9. Klasse spielte das lateinische Stück "Bibulus". Das Orchester der 6G1 wartete mit gestimmten Instrumenten und in erwartungsvoller Bereitschaft auf der Bühne, kam aber leider aus Zeitgründen nicht mehr zum Einsatz, was sehr schade war. Daß alle SchülerInnen versammelt waren, bot dem Schulleiter die Gelegenheit, viele für ihre besonderen Leistungen und Verdienste für die Gemeinschaft der Wichern-Schule herauszustellen.

Im Anschluß an die Schulversammlung traf sich das Kollegium in der Schulkapelle, wo die Pensionäre eine sehr schöne und persönliche Andacht ausrichteten. Im Lehrerzimmer fand dann die offizielle Verabschiedung mit der Übergabe der Urkunden durch den Vorsteher des Rauhen Hauses, Pastor Sattler, statt. Viele Reden, Gedichte, Darbietungen und das Überreichen von Geschenken hielten zunächst vom opulenten Büfett ab, das Herr Seifert arrangiert hatte, Frau Janssen überraschte, indem sie mit mehreren MitschülerInnen der ersten Klasse von Herrn Mühlhausen in erinnerungsträchtiger Verkleidung erschien. Spontan, mitteilsam und mit Gaumenfreude gings weiter bis zu einem heiteren und auch wehmütigen Ausklang. (GJ)


Schülerwettbewerbe und Projekte

Schreibwettbewerb "Mikado"

Die Klasse 4c hat an dem Schreibwettbewerb 1998 für Kinder, veranstaltet vom MIKADO–Radio (NDR 4) für Kinder und die Büchereien in Schleswig-Holstein teilgenommen. Aus einem vorgegebenen Anfang sind wunderschöne Geschichten entstanden, die in eine märchenhafte Phantasiewelt hineinführen. Alle Geschichten sind zur Erinnerung an die Grundschulzeit für SchülerInnen und Lehrerinnen der Klasse zu einem kleinen Büchlein zusammengefaßt. Aus der Fülle des Zustandegekommenen nur eine Kostprobe von Gianna Vial:

"Der Hamsterkäufer

So fing alles an: Hanno Hamster ist die Flucht geglückt Zwei Nächte lang hatte er an dem Verschluss geknabbert, der die Käfigtür versperrte, und endlich ist sie aufgesprungen. Nichts wie weg jetzt aus der Zoohandlung. Hanno packt eilig seinen Rucksack. Nur das Nötigste nimmt er mit: eine Decke, eine Taschenlampe und zwei goldene Nüsse. Und dann noch den Zettel mit der hingekritzelten Adresse. Da steht die Anschrift des Mannes drauf, der vorgestern in der Zoohandlung drei Hamster gekauft hat. Das waren Hannos Geschwister, und Hanno ist ganz sicher: die brauchen Hilfe! Denn dieser Hamster-Käufer sah nicht wie ein Tierfreund aus. Gerade stopft Hanno ein paar Vorräte in die Backen, da meldet sich von der Fensterbank der Zoohandlung eine Stimme: "Du kannst bestimmt Hilfe brauchen. Nimm mich doch mit!" Hanno flitzt zum Schaufenster und da entdeckt er...

...Kiki Kanarienvogel, der Hanno helfen möchte. Die beiden verschwinden durch die offene Tür in den Zoogarten und auf die Straße. Hanno weiss, dass seine Geschwister in einer lebensgefährlichen Lage sind. Er erzählt Kiki von seinem Plan. Dem fällt sofort ein, wo die Straße liegt, einmal durch die ganze Stadt. Sie hüpfen in den Nachtbus. Der fährt genau dahin, wo sie hinwollen. Dort ist es. Die Zimmerstraße 17. Hanno ist sofort an der Tür und liest laut vor: "Versuchslabor M. Mier."

Er ist geschockt und sagt zu Kiki: "Wir müssen sie befreien, sonst ist es zu spät." Sie suchen das ganze Gebäude nach einer kleinen Luke ab. Endlich haben sie eine gefunden. Sie krabbeln hinein. "Oh, Gott, sollen wir sie hier finden?" fragt Hanno.

"Ja", sagt Kiki. Sie hören etwas bellen. "Ich hab Angst", sagt Hanno, aber er geht trotzdem weiter. Plötzlich ruft Kiki: "Pass auf, der Hund." Hanno rennt um sein Leben. Da, eine offene Schranktür, er hüpft hinein. Kiki macht die Schranktür zu. Ein Glück der Hund läuft vorbei. Hanno klettert auf den Schrank und ist in Sicherheit. Sie laufen auf dem Schrank weiter. Doch von dem Gebelle ist Herr Mier aufgewacht. Er knipst das Licht an und schreit: "Wer wagt es mich mitten in der Nacht zu stören?" "Ich" sagt Kiki. "Wer?", brüllt Herr Mier. Hanno und Kiki laufen schnell weiter und verstecken sich hinter einigen Packungen Hundefutter. Herr Mier kann niemanden sehen und glaubt, er habe sich verhört. Er knipst das Licht wieder aus. "Gerettet", flüstert Hanno. "Aber wir müssen jetzt deine Geschwister finden", sagt Kiki. Sie suchen bis sie die Hamsterabteilung entdeckt haben. Es sind ungefähr fünfhundert Hamster. "Hier finden wie sie nie", sagt Hanno. "Doch", erwidert Kiki. Sie laufen schnell zu den Käfigen. Jeden müssen sie angucken. Da kommt der Hund wieder und bellt sie an. Sie flüchten sich auf einen Hamsterkäfig. Der Hund springt hoch und hätte sie beinahe gehabt. Hanno und Kiki schwitzen Blut und Wasser. Sie laufen schnell auf einen anderen Käfig ohne dass der Hund es merkt. Langsam beruhigt sich der Hund wieder und verschwindet. Jetzt suchen sie weiter und endlich haben sie die Geschwister gefunden.

Aber wie kriegt man den Käfig auf? Kiki fliegt durch den Raum und findet tatsächlich ein Schlüsselbund. Nun werden alle Schlüssel ausprobiert. Der letzte passt. Sie holen Hannos Geschwister Hanna, Hugo und Hannelore aus dem Käfig und alle laufen schnell zu den Schränken zurück und sehen schon den Ausgang. Der ist natürlich geschlossen und deshalb müssen sie wieder zu der Luke, durch die sie gekommen sind. Endlich können sie nach draußen schlüpfen. Da kommt auch schon der Bus. Sie schlüpfen alle hinein.

Schon bald sind sie bei der Tierhandlung und wieder in Sicherheit."

Bleibt den Schülerinnen und Schülern nur zu wünschen, dass sie auch beim Wettbewerb erfolgreich sein werden.– Bekanntgabe der besten Geschichten am 3.10. (Feiertag), 14.05 Uhr auf NDR 4. (HF)

Schreibwettbewerb zu Heinrich Heines 200. Geburtstag

Bei 125 Einsendungen zum Heinrich-Heine-Schreibwettbewerb hat die 8G1 unter der Betreuung von Frau Kortendieck außergewöhnlich gut abgeschnitten. Jan Hendrik Ehbrecht und Janna von Stein gewannen jeweils einen 2. Preis und Shirin Schanzenbach und Uta Schröder jeweils einen 3. Preis. Die Preisverleihung fand am 17. Juni im großen Hörsaal des Museums für Hamburgische Geschichte statt mit einer Laudatio von Volker Hasenclever.

Zu den Arbeiten von Jan Hendrik und Janna heißt es darin:

"Jan Hendrik zerrt mit den Mitteln des Enthüllungsjournalismus den romantischen Schleier vom `Märchen aus uralten Zeiten´ und entlarvt die böse blonde Hexe als lustbeherrschtes, männermordendes Model, als Vorstadt-Diva eines betulichen Städtchens am Rhein, die ihrer gerechten Strafe nicht entgeht. Statt auf die keimfreie Trauer deutscher Männergesangsvereine über den liebeskranken Fischer blicken wir tief in die Attraktionen einer sensationshungrigen Mediengesellschaft – und sind verjüngt. Ein preiswürdiger Versuch, gleichermaßen der von Janna von Stein, die uns einen kleinen Einblick in den existentiellen Zusammenhang von Erröten, medizinisch auch Vasodilation genannt, und situativer Dyslalie oder, bekannter, Liebesstammeln im Jugendalter gewährt. In kongenialer Form hat sie die lyrisch vorgetragene Diagnose aus dem vergangenen Jahrhundert in die Lebenswelt von Boygroups und Spicegirls transformiert. Es sind alles Heines Zeilen, allein ein Wörtchen fehlt, und doch ist es von ihr. Dem Bekannten hat sie formvollendet den Spiegel vorgehalten und niedergeschrieben, was sie darin las."

Hier nun sind die beiden preisgekrönten Texte.

Jan Hendrik Ehbrecht: Die Lorelei

"Hallo, hier ist wieder Jakob Schuhmann mit Tuff. Heute mit folgenden Themen: Die Lorelei, Opfer oder eiskalte Mörderin?

Bundeskanzler Kohl. Ganz privat. Seine Tips für Übergewichtige."

Frau Lorelei lebt in der Nähe von St. Goarshausen am Rhein auf einem Felsen, der mehr als 100 m über dem Wasser aufragt. Wegen ihrer erotischen Ausstrahlung ist sie sehr begehrt. Sie klagt an: "Paparazzi und Spanner belagern mich. Ich habe keine unbeobachtete Minute mehr." Tuff forscht nach.

"Hallo, hier ist Jakob Schuhmann, ich habe hier live Frau Lorelei am Mikrofon. "Guten Tag, Frau Lorelei."

"Guten Tag."

"Frau Lorelei, stimmt es, daß Sie fünf Rheinschiffer, drei Wasserschutzpolizisten und sechs Paparazzi auf dem Gewissen haben? Oder ist es nur ein Gerücht?"

"Pa, was heißt auf dem Gewissen, diese Spanner haben mich bei meiner morgendlichen Wäsche beobachtet und fotografiert, die haben‘s nicht anders verdient."

"Also stimmt es, daß Sie ihre weiblichen Vorzüge nutzen, um Männer unter die Erde, oder soll ich besser sagen, unter die Felsen zu bringen?"

"Was soll das heißen, daß ich meine weiblichen Vorzüge nutze? Was kann ich denn dafür, wenn diese Lustmolche mich bei meiner morgendlichen Toilette beobachten und dabei vor Geilheit an den Felsen fahren?"

"Wieso haben Sie ihr Badezimmer eigentlich auf dem sichtbarsten Punkt des gesamten Felsens einrichten lassen?"

"Uuuh, meine Migräne, was haben Sie doch gleich gesagt?"

"Wieso Sie Ihr Badezimmer auf dem Felsen an einer so sichtbaren Position haben bauen lassen und auch noch mit gläsernen Wänden?"

"Nu ja, schöne Aussicht, nicht? ...und sonnig, und so frische Luft, das tut dem Körper gut... und natürlich auch dem Geist."

"Lassen Sie sich die Scheiben doch verspiegeln."

"Hab ich ja versucht, doch die Handwerker waren irgendwie so unkonzentriert. Und es sollte ja auch keine Pfuscherei werden!"

"Soso..."

"Wieso fragen Sie mich eigentlich so aus? Ich sollte interviewt werden wegen meiner Anklage gegen die Paparazzi und Spanner, nicht wegen dieser bedauernswerten Unfälle! Also, diese Spanner wollen sich nur an mir ergötzen, aufgeilen, erregen und... Hehe, Sie da!"

"Ach ja..."

"... Herr Moderator ... Juhu..."

"Ja, ja ... äääääh, ich meine, wie bitte?"

"Sie perverses Schwein, wo glotzen Sie mir eigentlich hin?"

"Oh, Frau Lorelei, was wollen Sie denn mit der Waffe?"

¦ B i l d s t ö r u n g ¦

"Aufgrund eines unvorhersehbaren Zwischenfalles kommt es zu einer Programmänderung. Sie sehen jetzt den Spielfilm Der weiße Hai."

Eine Woche später:

"Hallo, hier ist Barbara Ehrlichmann mit Tuff! Letzte Woche sahen Sie ein Live-Interview mit der Lorelei von Jakob Schuhmann.

Gott hab ihn selig!

Die Lorelei wurde gestern wegen 15-fachen Mordes an fünf Rheinschiffern, drei Wasserschutzpolizisten, sechs Paparazzi und einem Fernsehmoderator zu lebenslänglicher Haft ohne Bewährung verurteilt."

Janna von Stein: Reaktion auf ein Heine-Gedicht

Schon durch deine Weste brennen
Seh‘ ich deines Herzens Glut,
Doch du willst es nicht bekennen,
Teurer Freund, du bist verliebt.

Heller wird es dir im Herzen,
Dunkler wird es dir im Kopf.
Und dich quälen neue Schmerzen,
Teurer Freund, du bist verliebt.

Den Wettbewerb bezog Frau Kortendieck als Projekt in den Deutsch- und Musikunterricht ein. Uta schreibt dazu: "Wir schrieben zu Gedichten und Texten von Heine kreative Texte und beschäftigten uns mit seinem Leben. Wir haben auch Vertonungen der Gedichte kennengelernt und uns die Oper "Der Fliegende Holländer" von Richard Wagner angehört. Wir haben vier von den sechs Geldpreisen gewonnen (2. Preis 150 DM, 3. Preis 75 DM, außerdem bekamen Svenja Daetweiler und Shirin Schanzenbach noch Zusatzpreise. Es hat sich also wirklich gelohnt, am Wettbewerb teilzunehmen."

Shirins und Utas Erzählungen zu den Gedichten "Der Sturm" und "Die Grenadiere" sind ebenfalls so klug und schön, daß sie hier veröffentlicht werden sollen.

Shirin Schanzenbach: Der Kampf des kleinen Schiffes

Es war der 28.10.1909. Ich war sehr krank zu diesem Zeitpunkt. Eine schlimme Grippe mit Fieber plagte mich. Ein Wunder, daß ich noch lebe. Ich spielte gerade auf der Harfe, die ich übrigens von meiner Urgroßmutter geerbt habe, als draußen ein schreckliches Gewitter tobte. Ich wohne direkt am Meer, an einer Felsenküste. Es ist toll, zu hören und zu sehen, wie das sprudelnde Wasser gegen die Felsen klatscht und in die Höhe springt, um sich dann wieder ins Meer zurückzuziehen. Ich sang zu dem Spiel meiner Harfe, als ich weit draußen auf dem Meer ein kleines, hölzernes Boot mit den Wellen kämpfen sah. Es bäumte sich auf und fiel dann wieder hinab. Schnell holte ich ein Fernglas, um zu sehen, ob noch ein Mensch auf dem Schiff war. Ich entdeckte auch tatsächlich eine Gestalt, aber die war von Licht eingehüllt. Darüber erschrak ich sehr, das ist nämlich nicht so sehr gewöhnlich. Ich sah, wie die Gestalt die Hände über dem Kopf zusammenschlug. Auf einmal kam von Osten her ein Schwarm weißer, diebischer Möwen. Wie Aasgeier umflatterten sie das Schiff. Eine riesige Wellenwand bäumte sich da auf, schlug gegen das Schiff und zerteilte es in viele Stücke. Doch anstatt daß das Schiff versank, flog es in seinen Teilen und mit der Gestalt, die wie eine Puppe aussah, hoch in die Luft und versank nicht in den Tiefen des Meeres, sondern in den Tiefen des Weltalls.

War es ein Gott – oder ein Fiebertraum?: Seit damals sehe ich immer, wenn ich zur Harfe greife, dieses Bild vor mir, wie die Lichtgestalt aus dem tobenden Meer und den Trümmern des Bootes heraus in die Unendlichkeit eintaucht.

Uta Schröder: Die Grenadiere

Es klopfte. Die Frau ging gespannt zur Tür – sollte ihr Mann von dem Feldzug zurückgekehrt sein? Sie öffnete – und vor ihr stand ein Fremder. Der grüßte und sagte:

"Ich bin ein Kamerad ihres Mannes. Ich bringe Nachricht von ihm." Sie antwortet hoffnungsvoll: "Oh, kommen Sie nur rein und setzen Sie sich." Da trat er ein und setzte sich nach kurzem Zögern auf einen der wenigen Hocker. Der Raum war sehr kärglich eingerichtet, es gab nur noch eine Kleidertruhe, die gleichzeitig als Tisch diente, einen kleinen Schrank, in dem wohl Nahrungsmittel aufbewahrt werden konnten, einen Kamin, in dem ein kleines Feuer brannte und einen Stapel Feuerholz. In einer Ecke spielten einige magere, schlecht gekleidete Kinder.

Verlegen fing der Mann an zu sprechen: "Ich war zusammen mit ihrem Mann auf dem Weg zurück nach Frankreich, als wir in ein deutsches Quartier kamen. Dort erfuhren wir, daß der Kaiser gefangen und das große Heer vernichtet war. Da meinte mein Freund, daß er nun nicht mehr leben, sondern für den Kaiser sterben wolle. Und in der nächsten Schlacht werde er gerüstet und bewaffnet aus dem Grab hinaufsteigen und den Kaiser beschützen. Dann richtete er noch eine letzte Bitte an mich und, fassungslos wie ich war, konnte ich nicht verhindern, daß er sich den Dolch ins Herz stieß. Es... es tut mir leid." Die Frau war zunehmend erstarrt, jetzt saß sie wie eine Statue aus Stein auf dem Hocker. Schließlich sagte sie: "Und er hat nichts über mich und die Kinder gesagt? Was war die letzte Bitte?" Der Mann schluckte, sah auf seine Füße und antwortete dann: "Seine letzte Bitte war, in Frankreich mit dem Ehrenkreuz auf dem Herz, der Flinte in der Hand und den Degen umgeschnallt, begraben zu werden. Er sagte: Sie und die Kinder könnten betteln gehen, ihm wäre der Kaiser wichtiger." Die Frau schwieg. Dann fragte sie plötzlich: "Warum kommen Sie zu mir? Ein Bote hätte gereicht." Der Mann räusperte sich und antwortete leise: "Ich habe auch Frau und Kinder. Ich war bei ihnen. Zwei von meinen Kindern sind während meiner Abwesenheit vor Hunger gestorben. Ich dachte, Sie könnten Hilfe gebrauchen." Da erwiderte die Frau scharf: "Nein, ich brauche keine Almosen. Ich kann alleine für die Kinder sorgen! Und jetzt gehen Sie!" Damit schob sie ihn hinaus. Nachdem sie die Tür geschlossen hatte, seufzte sie auf. Das Feuer erlosch mit einem leisen Zischen.

Als der Mann ein Jahr später die Frau besuchen wollte, sagten ihm die Nachbarn, daß sie das Haus kaum noch verlassen habe und mit ihren Kindern verhungert und erfroren sei. (GJ)

Kreative Gedanken zum Schulabschluß und über das Leben

Die 10R2 hat den Schulabschluß zum Anlaß genommen, im Deutschunterricht lyrisch ihre Gedanken und Gefühle zu dem Einschnitt in ihrem Leben zu formulieren. Es sind dabei Gedichte von Tatkraft, Zweifel, Einsamkeit, Ironie und Lebenslust entstanden, von denen hier eine Auswahl folgt:

Ende oder Anfang?
Der Schulabschluß,
man steht vor dem Nichts,
man muß sich ein neues Leben aufbauen.
Flackerndes ungewisses Lodern in der Zukunft,
man ist auf sich selbst gestellt,
und das Ungewisse kann einem Angst machen.
Alle gehen in andere Richtungen,
vielleicht sieht man sich nie mehr.

Endlich habe ich meinen Abschluß,
die Arbeit hinter mir.
Aber nun geht es erst richtig los.
Wenn ich arbeiten muß, dann
ist das Faulenzen
nachmittags auf dem Sofa
vorbei.

Über allen Wänden
ist Ruh.
In allen Händen
spürst du
kaum ein Leben.
Die Lippen sind blaß,
Tränen sind naß,
keiner kann ihn mir wiedergeben.

Über allen Schatten
ist Ruh.
In den Lichtern
spürst du
kaum etwas von Kälte und Hass.
Die Zeit der Dunkelheit ist vorbei.
Warte nur, balde
strahlst auch du wieder.

Schlimm         Schlau
Chaotisch Charmant
Hektisch        Hilfsbereit
U
mständlich Überraschend
Lästig         Lernfähig
Elend         Ehrlich
Raffiniert

Muffige         Fantastisch
Ätzende        Reizend
Nervtötende Aufopfernd
Nörgelnde Unternehmungslustig
Ekelhafte Emanzipiert
Raudis         Natürlich

Liebe         Leise
Unterm         Umfliegen
Sofa         Fliegen einen
Tut                 Turm
Immer
Gut (Ingrid Beetz)

Friedrich Naumann am Rauhen Haus

Der Geschichtskurs Kl. 10G (Herr Meyer) hat in der Pause zwischen zwei Geschichtswettbewerben eine Entdeckung gemacht. Die SchülerInnen haben festgestellt, daß der berühmte Sozialreformer, Theologe, Mitbegründer und Vorsitzende der Deutschen Demokratischen Partei, Reichstagsabgeordnete und Gründer der Wochenzeitschrift "Die Zeit" von 1883 bis 1885 "Oberhelfer" im Rauhen Haus war und Universallehrer im Paulinum. Die Quellenlage für diese Zeit ist spärlich. Wie der Kurs bemerkt hat, sind in den Bombennächten 1943 alle Unterlagen im Rauhen Haus verbrannt. Gesichtet und in eine Redaktion gebracht haben Matthias Schröder und Ann-Kathrin Fedderke bisher Tagebuchnotizen Johann Wicherns, die von Theodor Heuß 1937 in seinem Werk "Friedrich Naumann – Der Mann, das Werk, die Zeit" überliefert sind.

Johann Wichern, Sohn von Johann Hinrich Wichern, der 1881 die Leitung des Rauhen Hauses übernommen hatte, vertraute dem Theologie-Kandidaten "eine Gruppe von zehn bis zwölf Knaben, schwierige Kinder darunter, aus den seltsamsten Herkünften" an. Naumann unterrichtete Religion, Deutsch, Geschichte, Mathematik, "einige Male auch alte Sprachen". Naumann "zeichnet auch und erzählt, entwirft und regt zum Basteln und Werken an. Zu dem Eigenwesen des Hauses gehört ja die Verbindung mit der Hausarbeit". Im übrigen war er Privatsekretär und Berater Wicherns, entwarf Rundschreiben und verfaßte Aufsätze, auch eine Festschrift. "Zweierlei Ziele bewegten ihn: Einflußnahme auf die sittliche Lebensführung und Vorbereitung eines Verbandes der freiwilligen Krankenpfleger, aus solchen Studenten, die nicht zum Militärdienst ausgehoben waren". "Seine Briefe seufzen über die Hemmungen, über die Mißerfolge, über den Zwang zur Strafe, das ändert sich im Fortschreiten der Zeit, er wird sicherer, er führt, fast systematisch, Eroberungszüge um das Vertrauen der schwierigsten Knaben, um dadurch die Beeinflussung der Gruppe regulieren zu können".

1885 entspricht Naumann nach langem Zögern dem Wunsch seines Vaters, das Theologiestudium zum Abschluß zu bringen mit der zweiten theologischen Prüfung, und tritt eine Pfarrstelle in Langenberg an.

1999 jährt sich der Todestag Friedrich Naumanns zum achtzigsten Mal. Der Kurs regt an, dazu in einer Gedenkstunde eine Messingtafel zu enthüllen. Für diese Anregung herzlichen Dank und viel Erfolg für die weitere Arbeit zum Geschichtswettbewerb! (GJ)

Schulinterner Wettbewerb "Sauberkeit und Ordnung"

Der Arbeitskreis "Sauberkeit und Ordnung" hat mit einer Umfrage in den einzelnen Klassen seine pädagogische Arbeit begonnen, die dem Ziel dient, die Schule so zu gestalten und zu erhalten, daß wir uns als große Gemeinschaft darin wohl fühlen und friedlich und gesund leben können. Die Umfrage war in Form eines Wettbewerbs ausgeschrieben und ist mit Preisen bedacht worden, die der jeweiligen Klassengemeinschaft zugute kamen. Am letzten Schultag vor den Sommerferien konnten die 8G1 als ersten Preis 40 DM in Empfang nehmen, die 1b und die 6G3 jeweils einen 2. Preis von 30 DM und die 5HR3 und die 5G3 als jeweils Dritte 20 DM. Für die intensive Beschäftigung mit der Umfrage, die zu vielen Hinweisen auf bestehende Mängel, aber auch zu Verbesserungsvorschlägen geführt hat, sage ich allen herzlichen Dank! (GJ)

Kreativ-Projekttage des LK Deutsch

Während der LK-Tage vom 22. bis 24. April quartierte sich der LK Deutsch des 2. Semesters mit Frau Lehmbecker im Haus "Elbblick" in Warwisch ein, um nach intensiver Vorbereitung eine kreative Session außerhalb der Schule zu verbringen. Christian Boritzka und Mareike Webersen berichten:

"Jeder hatte mindestens drei Texte, Gedichte, Bilder oder anderes Anschauungs- bzw. Bearbeitungsmaterial mitzubringen, die als Arbeitsgrundlage dienen sollten. Gleich am ersten Tag nahmen kreative Gedanken erste Formen an, zumeist als Bilder, die zu Gedichten entstanden, sowie in lebhaften Diskussionsrunden. Am zweiten Tag schien die Sonne, und so konnte draußen gearbeitet werden, sportliche Aktivitäten wie Basketball und Rudern wurden ebenso praktiziert wie Exkursionen und Deichwanderungen und das Drehen eines `Fußfilmes´, der später nicht nur seine Regisseure zum Schmunzeln brachte. Kreative Einfälle wurden weiter verfeinert, die Kamera war stets präsent.

Am Abend kam die Darbietung der Ergebnisse. Gespannt waren alle auf die geheimnisumwitterte Performance von Tschoko. Sie hatte schon Stunden damit zugebracht, den Gemeinschaftsraum skurril zu dekorieren. Helios, der Sonnengott, so ihre Geschichte, wird von einer Göttin getötet und den Menschen damit das Licht geraubt, da sie sich dessen nicht würdig erwiesen haben. Tschoko löschte auf verschiedene Art die überall im Raum aufgestellten Kerzen, die die Lebenslichter des Sonnengottes symbolisierten. Das Dunkeln des Raumes führte den Tod sehr eindrucksvoll vor Augen, die Zuschauer wurden zunehmend in die Show integriert. Franziska interpretierte zwei melancholische Gedichte, deren Stimmung sie in stilvollen, surrealistischen Bildern festhielt. Viktorias Inspirationsgrundlage waren zwei depressive Liebesgedichte, deren Metaphern eindrucksvoll in ihren Bildern zum Ausdruck kamen. Ein Werk in sich verschlungener Frauendarstellungen wirkte besonders anmutig und verdeutlichte, wieviele Möglichkeiten individueller Interpretation ein Kunstwerk für den Betrachter bereithält. Das Bild `Der fallende Mann´ regte Vanessa an zu einem langen Gedicht, das die Furcht der Menschen vor einem Abgrund und die Angst, keinen Halt zu finden, zum Ausdruck brachte, auch die Panik, die alle Lebewesen ergreift, wenn sie sich in die Enge getrieben fühlen und keinen Ausweg mehr sehen. Jessica verarbeitete ein Liebesgedicht, das eine an ihrer Beziehung verzweifelnde Frau zum Inhalt hatte, zu persönlichen Gedanken in tagebuchartigem Stil. Kalles Interpretation wickelte den Inhalt der von ihm ausgesuchten Goethe-Gedichte in malerische Gewänder, die die Natur darstellten, aber auch eine gewisse Schüchternheit austrahlten, die ihnen kurz vor der Präsentation zum Verhängnis wurde: Sie hielten sich versteckt. Leider wurde auch der Videofilm von Christian, Abdullah, Felix, Mareike, Lisa, Vanessa und Jessica versehentlich gelöscht, so daß sie nur ihr Konzept vorstellen konnten. Verschiedene Charaktere machen sich Gedanken zum bevorstehenden Weltuntergang, die in direkter Beziehung zu ihrer Lebenseinstellung stehen. Als Grundlage dienten zwei Gedichte von Goethe und Brecht, das eine lebensverneinend, das andere von grenzenloser Lebensliebe, sowie ein modernes Fantasy-Gemälde, das verschiedene Eigenschaften in Form von Figuren personifiziert, die auf einer kahlen Insel gestrandet sind. Die genannten Charaktere treffen sich auf dieser sinnbildlichen Insel, diskutieren ihre äußerst unterschiedlichen Vorstellungen über das Ende der Welt und kommen zu dem Schluß, daß sie alle durch die Angst geeint sind und nur noch diese empfinden. Es gibt keine Unterschiede mehr zwischen ihnen. Sie erkennen sich selbst aber zu spät und ergeben sich dem Unausweichlichen.

Das Fazit der Reise? Das Gemeinschaftsgefühl ist stärker geworden und auch das Verständnis für Kunst, bei deren Verarbeitung wir viel über unser eigenes kreatives Potential gelernt haben. Wir hatten aber auch jede Menge Spaß bei der Arbeit, über die sich unsere doppelherzige Kursleiterin, Frau Lehmbecker, sehr freute." (GJ)

Berufserkundungswoche

Am 23. Juni und vom 1. bis 7. Juli fanden sich SchülerInnen des 2. Semesters unter Leitung von Herrn Janssen zur Berufs- und Studienorientierung zusammen. Mitarbeiter des Berufsinformationszentrums (BIZ) gaben eine Einführung für alle SchülerInnen S2 in der Wichern-Schule, dann ging es in verschiedene Betriebe und Unternehmungen. Die Barmer Ersatzkrankenkasse in Hammerbrook gab detaillierte Hinweise zum Abfassen von Bewerbungsschreiben, zu Bewerbungsgesprächen und zu Einstellungstests. Über Berufsfelder, Arbeitsplatzbeschreibungen, Ausbildungsgänge, Einstellungskriterien und vieles mehr konnten sich die SchülerInnen bei der Beiersdorf AG in der Unnastraße, der Tschibo Holding AG am Überseering, der Deutschen Bank in der Ludwig-Erhard-Straße und im BIZ informieren. Sie hatten sich darauf vorbereitet und hinterließen wegen ihrer interessierten Fragen und Beobachtungen einen guten Eindruck. Mit Erstaunen konnten sie feststellen, wieviel Wert einstellende Betriebe auf die Allgemeinbildung legen. (GJ)

Cherchons la France à Hambourg

Die Lateiner der 10. Klassen waren zu ihrer Sprachprojektreise zwischen Köln und Xanten unterwegs, da konnten die beiden Französischgruppen die Zeit für zwei sehr interessante Projekte nutzen, deren Ergebnisse sie sich am 6. Juli gegenseitig vorführten. Die Gruppe von Frau Schwarz-Westermann hatte ein Theaterstück in Französisch einstudiert und führte es im Theaterkeller auf. Sehr beeindruckend war bei der überwiegenden Zahl der DarstellerInnen, wie fließend, leicht und sicher sie die französische Artikulation und den Tonfall beherrschten. Das war auffälliger als der darstellerische Gestus, obwohl auch in dieser Hinsicht einige Talente herausgehoben werden könnten. Das Stück handelte von einer Klasse, in der der Verdacht aufkommt, daß eine Mitschülerin Drogen nimmt. Man diskutiert darüber und will ihr helfen, sucht schließlich auch Rat beim Lehrer, nachdem es zum Streit in der Klasse gekommen ist.

Die Gruppe von Frau Vogelsang hat sich in Hamburg nach Französischem umgetan: cherchons la France à Hambourg. "Nous avons formé des groupes et pendant trois jours, chaque groupe a fait une chose différente. Nous avons visité des institutions comme le Consulat Français, l`Institut Français, l´Hôtel de ville de Hambourg, des restaurants français. Nous avons cherché des produits français dans les magazins. Nous avons fait des interviews avec des Allemands dans la rue et nous sommes allés voir deux Françaises pour leur poser des questions."

Die Ergebnisse wurde überwiegend auf Französisch mündlich vorgetragen und anschließend schriftlich niedergelegt, woraus eine umfangreiche Mappe entstand, die mit Bildern und Anschauungsmaterial versehen wurde und in der man neugierig, mit Lust und mit Gewinn lesen kann.

Man erfährt von den Aufgaben des französischen Konsulats, in dem die 3600 in Hamburg lebenden Franzosen ihr Stimmrecht für die Präsidentschafts- und Europawahlen wahrnehmen und persönliche Angelegenheiten (wie z. B. Heiraten) regeln können und das neben der Wahrnehmung politischer und wirtschaftlicher Interessen eine Hauptaktivität in der Öffentlichkeitsarbeit sieht. Das Institut Français bietet Sprachkurse an, gibt Touristeninformationen und bietet ein reichhaltiges Kulturprogramm. Im Rathaus holten sich die SchülerInnen Informationen über die Beziehungen Hamburgs zu seiner Partnerstadt Marseille, die in früheren Zeiten weit intensiver waren als im Jahr des 40jährigen Jubiläums 1998. Erfreulich waren die Auskünfte hinsichtlich der Finanzierung und Förderung des gegenseitigen Schüleraustausches.

In der Kunsthalle hängen Bilder der französischen Impressionisten Manet, Monet, Renoir, Cézanne, Sisley, Gauguin. Angetan war die Gruppe vor allem von Gustave Courbet, dessen Leben und Werk sie genauer beschrieben hat. Einen Einblick in französische Gastronomie haben sich die SchülerInnen in den Restaurants "l´Auberge française", "le Provencal" und "Chez Alfred" verschafft. Sie erfuhren im Interview, daß nur der Wein direkt aus Frankreich bezogen wird, daß man sonst aber auf dem Markt oder in der Metro einkauft. Die beigefügten Speisekarten lassen einem – na klar – das Wasser im Munde zusammenlaufen, aber die Preise: oh là là. Informiert haben sich die SchülerInnen auch in Läden wie "Le fromage" und "Käse Mey" über Käsesorten und Eßgewohnheiten der Franzosen. Im "Charivari" haben sie Jackie Nonnon über den Handel mit französischen Büchern befragt und etwas über sein Leben in Deutschland herausbekommen, sie haben sich einen Überblick über die in Hamburg erhältlichen französischen Zeitungen verschafft, sind im "Ti Breizh", dem Haus der Bretagne, gewesen, wo man Buchweizengalettes (crêpes) essen kann, im Reisebüro alles über die Bretagne erfährt und sich in Ausstellungen und einer Bücherei umtun kann.

Sehr ausführlich sind in der Mappe die Interviews dokumentiert, die die SchülerInnen auf der Straße mit Passanten und – in deren Wohnung – mit Franzosen geführt haben. Danach entspricht das Franzosenbild der Hamburger dem traditionellen Klischee: sie sind lebenslustig, ein bißchen schlampig, im ganzen liebenswert und entgegenkommend, wenn auch mal im Urlaub ein Auto ausgeräumt worden ist. Französisch klingt sehr schön, man kann es in den seltensten Fällen aber auch sprechen. Die Landschaft ist in Frankreich sehr schön, die meisten haben Urlaubserfahrungen. Französisch essen in Hamburg? Ne, kann man nur in Frankreich.

Das Deutschenbild der in Hamburg lebenden Franzosen ist differenzierter, aber auch nicht frei von gängigen Vorstellungen. Die Deutschen sind "grand, indifferent, bien élevé, très pacifique, silencieux, assez cultivé, travailleur et pas d´humour". Im allgemeinen ist die Bevölkerung kalt (froide).

Zum Schluß haben sich die SchülerInnen gefragt, wie man am billigsten nach Frankreich kommt. Mit Twen Ticket per Bahn hin und zurück nach Paris 326 DM, mit dem Bus 189 DM (Reisebüro "Polenreisen"), mit dem Flugzeug 299 DM, LTUR-Lastminute 294 DM (Reisebüro an der Alster). Im Billstedtcenter wird eine 6-Tage-Reise mit Hotel und Rundfahrten (Thies-Prospekt) für 315 DM angeboten. Dann mal los! Cherchez la France en France! (GJ)

Das Zeitalter der Reformation – Der Bauernkrieg

Die 6G3 hat im Religionsunterricht von Herrn Dreessen ein Projekt zum Zeitalter der Reformation durchgeführt. Wie aus den aufwendig ausgestalteten, nach Fragestellungen gegliederten und mit Quellenmaterial versehenen Ausarbeitungen gut zu erkennen, haben sich die SchülerInnen einzeln und in Gruppenarbeit verschiedenen Aspekten der Reformation zugewandt und diese selbständig erarbeitet. Zwei Arbeiten sind ganz herausragend gelungen und können hier beispielhaft herausgehoben werden. Carmen Hillmer und Inga Lennartz haben die Bauernkriege behandelt.

In ihrem Vorwort ordnen sie die Bauernkriege ein in den Glaubensstreit, die ideologischen Auseinandersetzungen und den Verlauf der Reformation und gliedern ihre Arbeit dann nach folgenden Fragestellungen: "1. Was ist der Bauernkrieg und wie ist es zu ihm gekommen? 2. Wogegen und wie haben die Bauern protestiert? 3. Was hatte Martin Luther mit dem Bauernkrieg zu tun? 4. Wer hat den Streit gewonnen?" Im Anhang geben sie eine Zeittafel zum Bauernkrieg, ausführliche Worterklärungen, eine Quellensammlung aus den Geschichtsbüchern und den Nachweis der benutzten Literatur (u.a. Zimmermanns "Der große deutsche Bauernkrieg", Lexika, Schulbücher von Cornelsen, Klett, Diesterweg und Schmids "Fragen an die Geschichte").

Von allgemeinem Interesse dürfte sein, wie sie Luthers Haltung beurteilen:

"Die Beschwerden der Bauern fanden erst durch die Reformation eine neue Begründung und Rechtfertigung. Ihre Beschwerden und ihre Ziele stimmten mit denen Luthers überein. So forderten die Bauern aus Memmingen in ihren 12 Artikeln: 1. Jede Gemeinde soll ihren Pfarrer selbst wählen dürfen. 2. Aus dem Kornzehnten soll der Unterhalt des Pfarrers bestritten werden. 3. Die Leibeigenschaft soll abgeschafft werden, weil es sich aus der Schrift ergibt, daß wir frei sind und deshalb wollen wir es sein.

Luther wollte zunächst Herren und Volk zu gütlicher, friedlicher Übereinkunft bringen, weil sich nicht die Bauern selbst gegen die Herren erhoben hätten, sondern Gott selbst befohlen habe, Unterdrückung und Tyrannei zu unterlassen. Er nahm also zunächst einen Standpunkt über beiden Parteien ein. Die Sache der Bauern fand er gut und gerecht.

Kurz darauf schrieb Luther jedoch "wider die mörderischen und räuberischen Rotten der Bauern". Plötzlich waren die Bauern nach seiner Meinung rechtlos. "Man soll sie zerschmeißen, würgen und stechen". Wenn die Obrigkeit nicht gegen die Bauern vorgehe, tue sie eine Sünde, weil die Bauern des Teufels seien. Er sagt wörtlich: "Darum, liebe Herren, steche, schlage, würge sie, wer da kann. Bleibst du darüber tot, wohl dir, seligren Tod kannst du nimmer mehr überkommen."

Warum ändert Luther plötzlich seine Ansicht? Einige meinen, daß seine persönliche Feindschaft zu Thomas Müntzer der Grund gewesen sei. Andere meinen, Luther habe befürchtet, seine Reformation auf Spiel zu setzen, wenn er mit den Bauern gemeinsame Sache gemacht hätte. Als der Aufstand losbrach und es in den Städten unruhig wurde, hatten die Bürger, die Luther unterstützten und die einflußreich waren, plötzlich Angst. Deshalb änderte sich Luthers Haltung, er fürchtete, Verbündete zu verlieren.

Auch wenn Luthers persönliche Gründe nicht klar sind, für die Feinde der Reformation war es ein großer Sieg, sie konnten jetzt besser gegen diese vorgehen. Sie sagten: "Er hat das Feuer angezündet und hetzt jetzt die Obrigkeit auf sie, sie zu stechen, zu hauen, zu morden.... Da es allenthalben brennt, will er wieder löschen, da es nicht mehr helfen will".

Luther hat mit seiner Haltung den Bauern sehr geschadet. Sie wurden niedergeschlagen. Was wäre gewesen, wenn er ihre Sache zu der seinen gemacht hätte? Wäre die Reformation untergegangen oder hätten wir dann eine Kirche gehabt und schon viel früher mehr soziale Gerechtigkeit?" (GJ)

Färbebücher – Chemieprojekt S2 von exquisiter Farbigkeit

"Ihnen gefallen die Farben, in denen man Kleidung kaufen kann, nicht wirklich? Sie suchen eine Alternative zu synthetischen Farbstoffen? Aber Ihnen fehlt das Geld, um die oft teuren naturgefärbten Pullover oder ähnliches zu kaufen? Dann haben Sie mit dieser Arbeit eine Lösung der Probleme gefunden. Wir möchten Ihnen Beispiele und Möglichkeiten der Färberei mit Naturstoffen in Form einer Versuchsreihe präsentieren, Ihnen kleine Einblicke bieten und Sie animieren, Ihrer Experimentierfreude nachzugehen und selbst Färbungen auszuprobieren".

So selbstbewußt formulieren Ying Lu, Tobias Näht und Tanja Westphal im Vorwort ihre Motivation zur Herstellung ihres Färbebuches. Es ist als Projekt des Chemie-Leistungskurses im 2. Semester bei Frau Wilkens entstanden zusammen mit drei weiteren wunderschönen, farbenprächtigen, mit Mustern, Herstellungsverfahren, Anleitungen und chemischen Erläuterungen versehenen, seitenstarken Büchern, die in Gruppenarbeit erstellt worden sind. Es sind Exemplare, die als Ausstellungsstücke jeder Präsentation und Sammlung zur Ehre gereichen würden.

Mustafa Fahimi, Stefan Förster und Tilmann Schulz unterstreichen in ihren Vorüberlegungen ebenfalls den Charakter der Gebrauchsanleitung: "Wir beschlossen, eine Art Färbefibel zu erstellen, die dem Leser einfach aufzeigt, welche Farben er aus Pflanzen und Gemüse gewinnen kann. Sie sollte so übersichtlich gestaltet sein, daß er schon beim Blättern, durch die Farbigkeit der jeweiligen Seite, Aufschluß über das Resultat einer Pflanze bekommt. Unsere Pflanzen sind häufig vorzufinden auf Wiesen, in Gärten, als Sträucher, Bäume, als Gewächse im Haushalt."

Daß bei allem Ausprobieren auch chemische Kenntnisse nützlich sind, haben Juliane Heberling und Nils Hedinger in ihrem Vorwort betont: "Farbstoffe sind Moleküle, die Chromogene, d. h. delokalisierte p -Elektronensysteme, ausbilden können. Diese Systeme absorbieren einen bestimmten Teil des sichtbaren Lichtspektrums, woraufhin die nicht absorbierte Farbe (Komplementärfarbe) `übrigbleibt´ und damit von unseren Augen als Farbe wahrgenommen werden kann. Ich bezweifle sehr, daß die Ägypter 1000 v. Chr. sich beim Färben mit Indigo Gedanken gemacht haben, was für Auxochrome und Antiauxochrome (funktionelle Gruppen, die eine höhere Absorption des Lichtes herbeiführen können) an welchem Chromophor gehangen haben, damit ihr Farbstoff das Licht zwischen 580 und 595 nm absorbiert und damit blau färbt. Damals haben die Leute einfach ausprobiert, was färbt, und es dann in Rezepten niedergeschrieben, die als Familiengeheimnisse über Generationen weitergegeben wurden. Man tat oft mehr Zutaten hinzu als wirklich notwendig, da sie Abfall oder Restprodukte der eigentlichen Farbstoffe waren. So tat man die Purpurschnecke samt Gehäuse in den Kochtopf. Heute weiß man, was die wirklich färbenden Stoffe sind, und so kann man dementsprechend färben."

Gefärbt wurde, um nur einiges der Anschaulichkeit halber zu nennen, mit Anis, Apfelbaumrinde, Apfelblüte, Birke, Birnbaum, Blattspinat, Brennessel, Brombeere, Curcuma, Efeu, Eibe, Farn, Faulbaumrinde, Forsythien, Galläpfeln, Hagebutte, Hartriegel, Heidelbeeren, Holunder, Hopfen, Kaffee, Kiefer, Kakao, Kamillenblüten, Kirschbaumrinde, Kirschblüte, Küchenzwiebel, Lärche, Lorbeerblättern, Löwenzahn, Majoran, Narzissen, Nelken, Petersilie, Rhabarber, Rhododendron, Rosen, Rote Beete, Safran, Salbei, Sandelholz, Schwarzerle, Süßkirsche, Tanne, Tulpenblättern, Walnußschalen, Weihnachtsstern.

Beschrieben wird das Waschen der Wolle, das Vorbeizen mit Alaun, die Vorbereitung der Färbedroge mit Bunsenbrenner, Dreifuß, Keramiknetz, Kochgefäß, Färbematerial, Trichter, Filterpapier, Mörser, das Färben selbst, die Nachbehandlung und Nachbeize. Das alles schön mit Fotos dokumentiert und als Anleitung so erklärt, daß man meint, das könne man nun auch. Natürlich wird auch in chemischen Formeln geklärt, wie gebeizt und der Farbstoff an die Wolle gebunden wird. Ist ja ein Chemie-LK!

Was das Projekt für die SchülerInnen bedeutet hat, kann man Julianes und Nils` Nachwort entnehmen. Es ist ein Text, wie geschaffen für die Didaktik eines modernen, experimentell forschenden Unterrichts.

"Geschafft! Endlich ist es vollbracht! Stunden um Stunden haben wir im Labor gestanden, geschwitzt in der Hitze der Bunsenbrenner, gekocht, geferkelt und gepanscht – immer auf der Suche nach noch besseren und beständigeren Farben. Teilweise hatten wir mit zwei Leuten 7 Bunsenbrenner gleichzeitig unter Feuer. Bücher wurden gewälzt, die Finger wund gearbeitet bei den Versuchen, die Wollproben aufzukleben, unsere Familien terrorisiert, als wir die Nächte durchgearbeitet haben, unsere Sehfähigkeit gemindert vom Auf-den-Monitor-Starren, unsere Finger schwielig getippt und unsere Rücken ruiniert. Und endlich liegt das Werk fertig vor uns. Rund 80 Seiten umfaßt es – weit mehr als je jemand von uns für die Schule gemacht hat. Vielleicht zu umfangreich, aber eine gewisse Liebe zur Detailgetreuheit und der Hang zu ein wenig Perfektionismus ließ uns keine andere Wahl. Wenn wir etwas so Umfangreiches vorhatten, dann sollte es hinterher einem nicht wie verschwendete Zeit vorkommen, sondern man sollte etwas erarbeitet haben, worauf man stolz sein kann. Trotz des vielen Jammerns und Klagens bei und während der Ausarbeitung müßten wir lügen, wenn wir sagten, wir hätten keinen Spaß gehabt. Wenn auch das Heraussuchen von Informationen mühselig war, so hat man doch das eine oder andere behalten und weiß vielleicht jetzt, was Salvia auf Deutsch heißt. Nicht davon zu reden, daß wir beim Arbeiten automatisch eine ganz andere Beziehung zu unserer Umwelt gefunden haben. Daß alles Organische irgendwie färbt, weiß man jetzt und auch, daß Blüten, die in allen Farben leuchten, nicht unbedingt diese auch wieder zum Vorschein bringen, mußte man manchmal mit ein wenig Enttäuschung erkennen. Auch wenn die Naturfarben auf den ersten Blick nicht so leuchtend und grell erscheinen wie ihre synthetischen Brüder und Schwestern, erkennt man sehr schnell ihre natürliche Schönheit und kommt "auf den Geschmack". Doch das, was an dem Projekt am reizvollsten war, ist, daß wir ganz frei und ohne große Richtlinien und Einschränkungen waren. Das selbständige Erarbeiten von Dingen und Sachverhalten, das eigene Ausprobieren und Experimentieren hat diese Arbeit besonders reizvoll gemacht." (GJ)

English in the third form

Briefwechsel mit einer "Partner-Schule" in den USA:

Ein Kind aus der Klasse 3a, Mirjam Schmidt, besuchte die Vorschule in den USA, da ihr Vater von dort stammt.

Da die Grundschulkinder jetzt ab dem 3. Schuljahr auch Englisch-Unterricht haben, tauchte die Idee auf, einen Briefkontakt mit Mirjams früherer Vorschule aufzubauen:

Hello, my name is Mirjam. Do you remember me? I am Sam‘s friend. I like to ride horses, read books and go sailing.

Hello, my name is Olivia. I am nine years old. I live in Hamburg. My hobby is swimming and singing.

bye.

Please write me also.

My name is Luca. I am nine years old. My father is a teacher. The name of my mother is Evely. The name of my sister is Imme. My hobby is skating.

Nun hoffen wir darauf, in einen regen Briefwechsel treten zu können und Brieffreundschaften entstehen zu lassen. (Helga Janssen)


Musik, Theater, Kunst

12. Mai: Kammerkonzert

Was für ein wunderschöner Abend mal wieder, zu dem das Kammerorchester der Wichern-Schule unter Leitung von Frau Kortendieck am 12. Mai in den Musikraum I eingeladen hatte. Solisten aus den unteren Musikklassen hatten sich dem Konzert angeschlossen, so daß ein sehr abwechslungsreiches und vielfältiges Programm mit einigen virtuosen Leckerbissen präsentiert werden konnte. Das Kammerorchester mit Manuela Bertram (S2) (Violine), Tanja Westphal (S2) und Mareike Jensen (9G1) (Klarinette), Tchokoudeu Souga (S2) (Querflöte) und Frau Dr. Bieber (Klavier) spielte die "Sinfonia da camera" von F. X. Richter mit konzentrierter Leichtigkeit, Frau Rein begleitete auf dem Klavier Nikola Ell, 6G1, mit ihrer Violine zu einer Bourée von G. F. Händel, die Cellistinnen Miriam Krohn und Janice Seidel, 6G1, forderten auf zum Tanz mit einem "Contredanse en rondeau" von J. Ph. Rameau und einem Ländler von F. Schubert. Manuela und Tschokoudea (S2) ließen mit Violine und Flöte G. Faurés "Sicilienne" erklingen, auf dem Klavier Ghazal Aarabi (8G1) die "1ère Arabesque" von C. Debussy und Janice Aylin Seidel (6G1) eine "Toccatina" v